Vom Wettkampf der Knappen

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Kosch-Kurier Sonderausgabe - Rondra 1041 BF

Vom Wettkampf der Knappen

Nach der Kündung des Boten durften als Erste die Knappen ihre Fertigkeiten beweisen, in der Hauptrunde des traditionellen Ringstechens. Dass die künftigen Ritter dabei ihr Geschick im Reiterkampf beweisen, indem sie aufgehängte Ringe mit der Lanze abreißen und aufsammeln, muss man Koschern nicht erklären. Einige der Weidener Ritter hatten aber offenbar von diesem Wettbewerb noch nie gehört und fanden ihn „Zeitverschwendung“, wie uns Ohrenzeugen berichteten. Dennoch durften auch ihre Knappen antreten, doch mit bescheidenem Erfolg. Sechs Knappinnen und Knappen schafften es, alle zehn Ringe auf ihrer Lanze zu sammeln:

(Knappe des Nordmärker Ritters Wikterp von Caldenburg)

(Knappin von Gisbrun von Treublatt, Junker zu Ambossblick)

(Knappe von Baduar von Eichstein, Baron von Rohalssteg)

(als jüngste Teilnehmerin mit nur 11 Jahren, Knappin der Nordmärker Ritterin Frederun von Weitenfeld)

(aus der Markgrafschaft Perricum, Knappin von Baron Erlan von Sindelsaum)

(ein Sohn Nimmgalfs von Hirschfurten, Knappe von Welfert von Mersingen, Heermeister der Rabenmark)

Diese sechs durften am 15. Rondra, bevor die Tjoste begann, unter den Augen einer zahlreich versammelten Zuschauerschaft zur Endrunde antreten. Nicht alle konnten an ihre starke Leistung anknüpfen, besonders die kleine Karline schien von der großen Kulisse eingeschüchtert und errang diesmal nur vier Ringe. Leonora von Ochs dagegen stach erneut alle Zehne. Für einen Moment schien es, als würde es einen dritten Durchgang geben, als Govena von Treublatt mit neun Ringen auf dem Schaft auf den letzten zu ritt – doch dann stolperte ihr Pferd im dümmsten Moment und sie verfehlte das Ziel. So rief Turniermarschall Kuniswart vom Eberstamm Leonora zur Gewinnerin aus.