Wie die Sieger geehrt wurden
Wie die Sieger geehrt wurden
Am 20. Rondra, dem zwölften Tag des Fürstlichen Ritterturniers, versammelte man sich vormittags auf dem Brodilsgrund zur Abschlussfeier. Sie begann mit einem Rondradienst, den Hofkaplan und Turniermarschall Kuniswart vom Eberstamm leitete. Mit Weihrauch und Lilienblüten weihte er einen steineichenen Altar zu Füßen der großen Tribüne. Dann stimmte er das „Heil dir, Himmelsleuin“ an, und Ritterschaft wie Zuschauer stimmten mit ein, derweil Teilnehmer des Turniers, die der Göttin etwas zu danken hatten, Votivgaben auf den Altar legten.
Sodann schritt Fürst Blasius selbst zum Altar herab. Nun wurden die Sieger, die Zweiten und Dritten vom Marschall aufgerufen und empfingen vom Fürsten ihre Preise sowie jeder auch ein Lob oder ein aufmunterndes Wort. Sichtlich ermüdet davon, verzichtete Seine Durchlaucht auf eine Schlussrede. Stattdessen sprachen Kuniswart sowie die Praiosgeweihte des Hofes, Ulabeth vom Pfade, noch einmal zur Versammlung und ermutigten sie streng, nun auch im Alltag mit gleichem Eifer wie im Wettkampf für das Gute und Rechte zu streiten.
