Räuberhatz im Schetzeneck

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Texte der Hauptreihe:
Eff 1041 BF
Räuberhatz im Schetzeneck


Kapitel 6

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Autor: Geron, Kordan

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Ausgabe Nummer 60 - Hesinde 1041 BF

Räuberhatz im Schetzeneck

Mehrere Steuertransporte überfallen

SCHETZENECK, Efferd 1041 BF. Wie jedes Jahr sandte der Graf der Hügellande Anfang Efferd seine Steuersammler aus, um die Erträge der Baronien nach Schloss Grauensee zu bringen. Am Angbarer See lief alles wie am Schnürchen, doch nicht so im Schetzeneck!

Der Wagenzug aus Metenar zwar traf unbeschadet aus Rhôndur ein, doch die Transporte aus Drakfold, Uztrutz und Bärenfang blieben aus. Bald erreichten den Grafenhof Berichte, dass Räuber die Wagen überfallen und sich mit dem transportablen Teil der Steuern davongemacht hatten. Zurückgeblieben waren nur verstörte Wachen und Fuhrleute sowie einige umgekippte Fuhrwerke mit Getreide.

Graf Wilbur sandte darauf Ritterin Iralda von Salzmarken mit einem Haufen Hügelländer Spießgesellen und einigen Rittern vom See aus, um die Spur der Missetäter aufzunehmen. Befragungen von Augenzeugen deuteten bald daraufhin, dass der verfemte Edle Alphak von Steinklos hinter den Überfällen steckte, wohl als Racheaktion für die Vertreibung von seiner Burg vor einem Jahr. Spuren ließen sich immer wieder finden, doch verloren sie sich bald wieder im Nichts. Es schien, als wären die Banditen mit einer etwa zwanzigköpfigen berittenen Gruppe unterwegs. Sie kannten sich ganz offensichtlich aus, denn oft hatten sie Wildererpfade und Wildwechsel benutzt, um schnell das Weite zu suchen.

Nach vier Wochen der Nachforschung hatte sich Iralda von Salzmarken ein Bild von der Lage gemacht und rapportiere an den Grafen. Die Räuber hatten zuerst den Steuertransport aus Bärenfang abgefangen, danach die Uztrutzer Abgaben kurz hinter Fünfbrunnen überfallen und schließlich die Drakfolder Wagen noch vor Hochfeld aufgehalten, um sich dann Richtung Großer Fluss „vom Acker“ zu machen. Dort verlor sich ihre Spur endgültig. Fest stand, dass sie nicht nach Nadoret übergesetzt hatten. Vielmehr dürften sie den Fluss hinab entschwunden sein, womöglich bis in den Hinterkosch. Um zwanzig Reiter zu transportieren, wäre ein stattliches Schiff nötig. Es ist daher naheliegend, dass der Rote Jast mit seinen Flusspiraten mit im Spiel war, zumal die Bewohner des Drakfolder Dorfes Fischerang Stein und Bein schwören, den berüchtigten Kapitän um die Zeit gesehen zu haben. Iralda von Salzmarken hat im Namen des Grafen eine hohe Belohnung auf die Gesuchten ausgesetzt. Hinweise werden in der Garnison der Spießgesellen auf Burg Götterzahn entgegengenommen.

Garubold Topfler & Stordian Mönchlinger

Irdischer Hinweis: Der Artikel basiert auf dem Text Wengenholmer Geister - Schetzenecker Räuberhatz.