Verwirrung um Bund der Reichsstädte

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Ausgabe Nummer 22 - Ingerimm 1021 BF

Verwirrung um Bund der Reichsstädte

ANGBARFERDOKEISENHUETT. Für einige Verwirrung sorgt der jüngst ins Leben gerufene Bund der Reichsstädte. Zwar munkelt man in den Garether Kanzleien, daß jene Versammlung, die sich die Äußerung eines gemeinsamen Willens der Städte aufs Panier geschrieben hat, mit einer baldigen Anerkennnung rechnen kann, doch heißt es ebenso, daß dies möglicherweise mit einer Änderung des Status einiger Städte verbunden sei.

Verständlich erscheint darob der Zorn des Reichsvogts Bosper zu Stippwitz, als in einer jüngst bekannt gewordenenen Liste der Reichsstädte die Hauptstadt des Kosch schlichtweg vergessen worden zu sein schien. „Ein schlichter Fehler ist das“, so Herr Bosper gegenüber dem Kosch-Kurier, „schließlich hat Angbar stets als Stadt der Zwerge und Menschen einen besonderen Status besessen. Und die Reichsfreiheit ist dem Rat der Zünfte noch einmal vom Reichsrat Bosper vom Eberstamm 326 vor Hal und seinem Sohn Fürst Bernfred 311 vor Hal bestätigt und gesiegelt. Auch Durchlaucht Blasius, dem wir gerne innerhalb unserer Mauern Residenz gewähren, hat dies stets bestätigt.“

Umgekehrt beschäftigt den Grafen Growin von Ferdok, was denn nun seine Stadt in der Liste der Reichsfreien zu suchen habe. Sofort nach dem Bekanntwerden zitierte er seinen Vogt Ernbrecht von Plötzbogen in die Residenz, die dieser mit hochrotem Kopf verließ und seinerseits eiligst den Stadtrat einberief, um die Damen und Herren zu verhören.

Noch ernstere Sorgen schon plagen den Baron Karras von Roterz: Sollte Eisenhuett, die annähernd tausend Einwohner zählende Capitale seines Lehens, zur Reichsstadt erhoben werden, verlöre er mit einem Schlag gut die Hälfte seiner Untertanen — und deren Steuern. Alle drei Stadtherren sollen sich an die Reichskanzlei mit der dringlichen Bitte um Klärung gewandt haben.

S. F.