Eine alte Fährte - Auf der Spur

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9. Pra 1044 BF am Morgen
Auf der Spur
Aufbruch


Kapitel 3

Knapp daneben ist auch vorbei
Autor: Geron

9. Praios 1044 BF, Bärenstieg. Der Ritter Ardan von Bärenstieg war über den Besuch sichtlich erstaunt, unterbrach aber sogleich einen Übungskampf mit zwei verwildert aussehenden etwa zehnjährigen Jungen, die dem Ritter recht ähnlich sahen.

Als er die Schar Bewaffneter einreiten sah, wirkte er kurz erschrocken, straffte sich aber sogleich und ging seinen Besuchern entgegen, um sie zu begrüßen.

"Ich grüße euch, hohe Herrschaften. Baron Erlan, es ist mir eine Ehre, euch hier begrüßen zu dürfen."

Erlan stieg aus dem Sattel und reichte Ardan die Hand zum Gruß. "Auch mich freut es, euch wiederzusehen.“ (Die beiden Edelleute hatte sich 1031 BF einmal kennengelernt.) „ Wir sind auf dem Weg zu meiner Tochter im Greifenfurtschen und mein Freund", dabei deutete er auf Ingramosch Grambart, "wollte mir die Stelle zeigen, an der Prinz Harrad befreit worden ist."

Ardan nickte. "Das ist tatsächlich nicht allzu weit von hier. Im Borrewald gibt es immer wieder Räuber, die für Ärger sorgen, aber seit Goro in die Niederhöllen gefahren ist, ist es deutlich ruhiger geworden. Die Bande, die Harrad in ihrer Gewalt hatte, ist jedenfalls nicht wieder aufgetaucht. Sie haben sich vermutlich nach Alt-Albumin in Andergast abgesetzt. Ihr müsst nämlich wissen, dass es sich bei der Bande um Schergen der Finsterzwerge gehandelt hat und die haben Alt-Albumin fest im Griff. Die Andergaster scheinen das zu akzeptieren und der Garnison auf der Stolzenburg sind die Hände gebunden."

Erlan hatte aufmerksam zugehört. "Ihr seid gut informiert. Zur Räuberhatz sind wir ohnehin nicht hier. Ich wollte mir nur ein Bild der Lage machen.", log Erlan. Sein Gastgeber betrachtete ihn etwas verdrießlich und Erlan zog daraus die falschen Schlüsse. "Habt keine Sorge. Wir werden euch nicht die Vorräte wegessen. Wir haben tatsächlich einige Köstlichkeiten aus unserer Heimat als Gastgeschenk mitgebracht." Die umwölkte Stirn de Bärenstiegers hellte sich etwas auf und so stellte er die beiden zehnjährigen Jungs als seine Söhne Firunhard und Grimbald vor. Erlan konnte sich ein leichtes Schmunzeln nicht verkneifen. Bei den Namen, dem Erscheinungsbild und dem raubeinigen Vater würden mit den zwei sicher nicht gut Kirschen zu essen sein. Kurz drauf wurde ihm auch die Gemahlin des Ritters, Gidiane von Firntrutz vorgestellt, auch sie wirkte mehr wie eine Waldläuferin als eine Ritterin, das schien hier wohl in der Familie zu liegen. Gidiane entschuldigte sich sehr dafür, nicht hierbleiben zu können, aber ihr Bruder erwartete sie und sie musste wirklich los und ritt kurz darauf vom Hof.

Den Abend verbrachte die Runde bei gutem Essen und alten Geschichten und Ardan verkündete, dass er die Gesellschaft selbst an die Stelle führen würde, an der Harrad gefangen gehalten worden war, schließlich kannte er sich hier am besten aus. Erlan bedankte sich artig und verschwieg dabei, dass sich Ardans entfernter Verwandter, Ungolf von Bärenstieg bereits im Wald befand.

Am nächsten Tag machte sie die Gesellschaft unter Führung des Bärenstieger Ritters nach Eberfels auf. Dort trafen sie dann auch Ungolf. Ardan schien wenig erfreut darüber, seinen Vetter zu sehen, schien er sich doch sehr darüber zu ärgern, dass Erlan ihm dessen Anwesenheit verschwiegen zu haben schien.

So gab Erlan sogar zu, dass sie auf der Suche nach seinem ehemaligen Leibwächter Gerwulf waren, den Ardan tatsächlich damals, als Erlan auf der Suche nach dem Erbprinzenpaar gewesen war, getroffen hatte.

Während Ardan schmollte, durchsuchten die Sindelsaumer die verlassenen Hügelhäuser, fanden aber außer sehr alten Spuren nichts. Hier war offensichtlich sehr lange niemand gewesen. "Wäre ja auch zu einfach gewesen.", dachte sich Thalian Has.

Noch am gleichen Tag besuchten sie die Stelle, an der Harrad einst befreit worden war, doch auch hier fand sich nichts.

Die nächsten Tage über führte Ardan sie zu allerlei möglichen Verstecken im Borrewald, doch fanden sich keine frischen Spuren.

So zog die Gesellschaft schließlich nach Stolzenburg, um dort Erkundigungen einzuziehen, aber der Burgvogt Feron von Nadoret war ein alter Feind des Barons und bereitete ihnen einen eher frostigen Empfang. Dennoch konnte er bestätigten, dass sich die Räuberlage in letzter Zeit sehr beruhigt hatte. So gab Erlan die Suche Mitte Rondra auf und wandte sich gen Greifenfurt.