Schönste Schöpfkelle des Kosch prämiert: Unterschied zwischen den Versionen

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* Eine Schöpfkelle der traditionellen Art, simpel, praktisch und schnörkellos, doch von hervorragendem Material und in perfekter Ausführung, aus der Werkstatt der '''Küfermeisterin Bachede Wengerling in Steinbrücken.'''
* Eine Schöpfkelle der traditionellen Art, simpel, praktisch und schnörkellos, doch von hervorragendem Material und in perfekter Ausführung, aus der Werkstatt der '''Küfermeisterin Bachede Wengerling in Steinbrücken.'''


* Eine kupferne Schöpfkelle, deren Stange einer Kriegslanze nachempfunden ist und deren Gefäß das Antlitz der Fürstin [[Briefspieltext mit::Garethia vom Eberstamm]] zeigt, eingerahmt vom Wortlaut des [[Briefspieltext mit::Koscher Reinheitsgebot|Reinheitsgebots]], geschaffen von der '''[[Ortsnennung ist::Tall]]oner Rotschmiedin [[Nebendarsteller ist::Paline Possinger]].'''
* Eine kupferne Schöpfkelle, deren Stange einer Kriegslanze nachempfunden ist und deren Gefäß das Antlitz der Fürstin [[Briefspieltext mit::Garethia vom Eberstamm]] zeigt, eingerahmt vom Wortlaut des [[Briefspieltext mit::Koscher Reinheitsgebot|Reinheitsgebots]], geschaffen von der '''[[Ortsnennung ist::Tallon]]er Rotschmiedin [[Nebendarsteller ist::Paline Possinger]].'''

Version vom 17. Januar 2026, 21:56 Uhr


Kosch-Kurier36-.gif

Kosch-Kurier Sonderausgabe - Ingerimm 1039 BF

Schönste Schöpfkelle des Kosch prämiert

Brauhaus Alt-Angbar schrieb Wettbewerb aus

ANGBAR, Travia 1039 BF. Das Brauhaus Alt-Angbar ist zwar nicht die älteste Brauerei des Kosch, aber wohl die bekannteste westlich des Großen Flusses, und für Generationen von Angbarern war und ist das Angbarer Dunkel der unentbehrliche Begleiter zu jeder deftigen Mahlzeit. So versteht sich von selbst, dass das Brauhaus seinen Teil zur Feier des Reinheitsgebots beitragen wollte. Natürlich sollte reichlich Freibier gespendet werden, aber Brauleiterin Birsa Hollerstrunk ließ sich noch etwas anderes einfallen: Sie schrieb einen Preis für die schönste Schöpfkelle aus, an dem sich Handwerker aus der ganzen Provinz beteiligten durften.

Wer sich mit Bier auskennt, weiß, dass die Schöpfkelle das Standeszeichen des Brauers ist und er kaum jemals ohne eine solche abgebildet wird in Büchern oder auf Wirtshausschildern. Der Wettbewerb wurde Anfang Praios bekannt gemacht, und zum Fest am 15. Travia sollten die Werkstücke in Angbar einer Jury präsentiert werden. Als Preis wurden 1000 Silbertaler und ein Ox Angbarer Dunkel ausgelobt.

Wie unsere Korrespondenten aus der ganzen Provinz melden, fand die Ausschreibung überall reges Interesse bei Küfern, Kannenmachern, Rot- und Kunstschmieden. Einzig in Ferdok fiel sie auf taube Ohren – wer wollte dort ein Ox Angbarer Bier trinken müssen? Mancherorts sorgte der Wettbewerb aber für heiße Köpfe. Der Koschtaler Schmied Enno Rumsglucker beschuldigte den Küfer Drobosch Grünbrunk, Abenteurer angeheuert zu haben, um in seine Werkstatt einzubrechen und eine Zeichnung seines Werkstücks anzufertigen. In Angbar kam es wiederholt zu Prügeleien unter den Gesellen der Werkstätten Wackertopf und Brotkant, wenn sie nach Feierabend in Steinlettners Schänke und Brauhaus einkehrten und darüber stritten, wem der Preis gebührte. Gerüchte, dass sie dazu von Schankknecht Dirmak Steinlettner, dem Sohn des Wirts, angestiftet wurden, ließen sich nicht bestätigen. Da die Taverne seit Kurzem mit Imman-Möbeln der Wallerheimer Tischlerei Ingira ausgestattet ist, hielt sich der Schaden in Grenzen.

Am Nachmittag des 15. Travia versammelten sich die Handwerker von sechzehn teilnehmenden Betrieben sowie zahlreiches schaulustiges Volk in der großen Schankhalle des Brauhauses Alt-Angbar, während die Jury in einer Stube im Obergeschoss die eingereichten Werkstücke begutachtete. Brauleiterin Hollerstrunk hatte dazu vier ausgewiesene Experten an ihre Seite geladen: Owilmar Wackerbusch und Tulrixa Braubäumler, die selber kleinere Brauhäuser in Angbar respektive Rosenhügel führen, Ihre Gnaden Ingrimiane Lohsack vom Tempel der Flamme und den Erbgreven Grumosch Gimmelding. Dabei zeigte sich bald, dass die fünf Juroren ganz unterschiedliche Ansichten vertraten. Jeder hatte seinen eigenen Favoriten und wollte sich nicht davon abbringen lassen. Fünf Werkstücke (siehe unten) kamen ins Finale.

Um den Sieger küren zu können, musste Meisterin Hollerstrunk eine neue Regel einführen: Alle Juroren sollten die fünf Kandidaten auf einer Rangliste anordnen. Die Rangwerte würden zusammengezählt und das Stück mit den wenigsten Punkten würde prämiert.

Als die Jury nach der langen Beratung endlich die Schankhalle betrat, hatte die Spannung dort bereits den Siedepunkt erreicht. Birsa Hollerstrunk erläuterte, wie man aus der Qual der Wahl zu einer Entscheidung gelangt war. Zudem kündigte sie an, dass das Brauhaus auch den Zweit- und Drittplatzierten nicht leer ausgehen lassen wollte. Beide sollten ebenfalls ein Ox Angbarer Dunkel erhalten. Die Ehre, die Sieger zu benennen, hatte Ihre Gnaden Lohsack. Mit ihrer in zahllosen Predigten gestählten Stimme und der Ingerimm angemessenen Nüchternheit rief sie in den Saal: „Dritter Platz: Lutrhix Sohn des Luhim und Rograma Tochter der Ralascha! Zweiter Platz: Werkstatt Wengerling, Steinbrücken!“ Sie legte eine Pause ein, dann fuhr sie fort: „Der Segen des Himmlischen Schmieds liegt auf allen eingereichten Werken – doch den Sieg errungen hat: Schnitzmeisterin Buchenwurz aus Zweizwiebeln!“

Applaus und Jubel brandeten auf, wenn auch gewiss leiser, als wenn ein Angbarer gewonnen hätte. Meisterin Buchenwurz wurde auf die Bühne gerufen und bedankte sich, etwas schüchtern und leise, beim Herrn Ingerimm, bei ihren Ahnen, die ihr das Schnitztalent vererbt hatten, und beim Brauhaus und den Juroren für die Ehrung und den Preis. Als sie geendet hatte, traten die Gesellen der Wirts- und Brauerzunft zu ihr, hoben sie auf die Schultern und trugen sie im Triumphzug hinaus in die Gassen Angbars und den Trubel des Jubiläumsfestes.

Stordian Mönchlinger

Kleeraute.gif
  • Ein mechanisches Wunderwerk mit einem Gefäß aus Zinn, das sich über Hebel am Griff drehen, kippen und verschließen lässt und dessen Fassungsvermögen durch einen beweglichen Boden verändert werden kann, entworfen vom Angbarer Schlosser Gurlosch Bretzelbursch.
  • Ein Prunkstück aus Silber und Gold, mit Bernstein in der Farbe von Angbarer Dunkel besetzt, in Gemeinschaftsarbeit der Angbarer Schmiede Lutrhix Sohn des Luhim und Rograma Tochter der Ralascha.
  • An einem Stab aus Zirbenholz ein Gefäß, das aus einem einzigen Stück Lindenholz geschnitzt wurde und Bierbrauer bei der Arbeit am Mälzbottich und am Kessel zeigt, in lebensechtem Detail, von der Hand der Schnitzmeisterin Balbine Buchenwurz aus Zweizwiebeln.
  • Eine Schöpfkelle der traditionellen Art, simpel, praktisch und schnörkellos, doch von hervorragendem Material und in perfekter Ausführung, aus der Werkstatt der Küfermeisterin Bachede Wengerling in Steinbrücken.