Vergeßt nicht Lorgolosch!

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Ausgabe Nummer 26 - Efferd 1023 BF


ANGBAR. "Die Ehre ist begraben, doch tot sind die Sappeure nicht!" So lautet die stolze Losung, die Weibel Brugosch Ribbenstiel in Angbar auf einer Versammlung der Veteranen des Angbarer Schanz- und Sappeurregimentes ausgab.

Eine Handvoll Kämpen tut nach der Zerschlagung des Regimentes in der Trollpfortenschlacht Dienst - in der Pfalz des Hochkönigs Albrax in den Ostlanden und der Angbarer Ausbildungskompanie.

Die Regimentsfahne und die Feldzeichen der meisten Banner wurden unter der Ogermauer begraben, fast das ganze Regiment tief unter der Erde durch Dämonenmacht vernichtet. Einzig einige Verwundete und die Überreste der in der Garether Feuernacht angegriffenen Banner überlebten die Schlacht.

Noch scheint es zweifelhaft, ob das Reich das Regiment überhaupt wiederaufzustellen gedenkt. Weibel Brugosch und seine sechs Kameraden, fast alles Kriegsversehrte oder längst vor den Kriegen gegen den Dämonenmeister aus dem Dienst ausgeschiedene Kämpen, Veteranen des Orkensturms oder noch weiter zurückliegender Schlachten, glauben fest, dass das Reich ihr Regiment wieder benötigen wird. Freiwillig und auf eigenen Kosten haben sie deshalb in Angbar eine Ausbildungskompanie ausgerufen.

Einige der zwergischen Überlebenden haben sich dem Hochkönig Albrax angeschlossen. Sie liegen in dessen neuer Burg Kurom Lorgolosch nahe den Schwarzen Landen in Garnison.

Kürzlich erst lud der oberste Kriegsherr der Zwergenheit den Reichsmarschall vom Berg und dessen Stab zur Besichtigung der größtenteils unterirdischen Feste, die Zwerge aller Völker in den vergangenen Monden in den Fels der Schwarzen Sichel trieben. Wie in alten Tagen die oberirdischen Posten der Zwergenheit nach dem Drachengezücht Ausschau hielten, so soll Kurom Lorgolosch, wie die Feste in Angedenken an das untergegangene, doch nicht vergessene Königreich der Brillantzwerge heißt, treue Wacht sein wider die Legionen der Heptarchen.

Den Kern der Besatzung bildet das Häuflein überlebender Angbarer Sappeure. Insgesamt liegen fünf Dutzend zwergischer Veteranen nebst einer Schar neu hinzugestoßener Freiwilliger aller Stämme in Kurom Lorgolosch in Garnison. Außerdem dienen die Tunnel dem koscher Konstrukteur Oinox Sohn des Odmar - seit dem Verschwinden Leonardos vermutlich der fähigste Waffenbauer des Reiches - und seinen Gehilfen als Werkstatt.

Wichtiger als diese noch mag das kleine Ingerimmheiligtum der Festung sein: dort brennt eine Flamme, die am Seelenfeuer des letzten Hochkönigs Ambros entzündet ward, des hehren Streiters gegen die Schwarzmagie.

Die Bauarbeiten für die Feste sind offenbar größtenteils im Verborgenen vor sich gegangen. Dem Vernehmen nach waren der Reicherzsmarschall Leomar und seine Offiziere nicht wenig überrascht, statt eines Feldlagers eine Anlage dieser Größe vorzufinden. Väterchen Albrax machte außerdem deutlich, dass Kurom Lorgolosch weder weidenschen noch kaiserlichen, sondern allein seinem Oberbefehl unterstehe. Aus dem Stab des Reichsmarschalls hieß es später lediglich, man freue sich außerordentlich über die Anstrengungen der zwergischen Bundesgenossen.

Ob von Kurom Lorglosch aus auch Kommandounternehmen in die Schwarzen Lande stattfinden sollen, wollte keiner der Verantwortlichen mitteilen - man mag's vermuten...

Stitus Fegerson