Ein unerwarteter Gast - Fünf Reiter: Unterschied zwischen den Versionen

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Es war ein angenehmer Tag Mitte des Perainemondes [[Briefspieltext vielleicht mit::1032]] BF. Der [[Briefspieltext vielleicht mit::Moorbrücker Sumpf]] lag fast idyllisch vor den fünf Reitern. Sie waren in der Nähe des Ortes, der einst [[Briefspieltext vielleicht mit::Klippbrühl]] geheißen hatte und ihr Weg hatte sie hierhin geführt, weil sie einen alten Freund besuchen wollten. [[Briefspieltext vielleicht mit::Boromil vom Kargen Land]] gehörte zu den Neusiedlern in [[Briefspieltext vielleicht mit::Moorbrück (Baronie)|Moorbrück]] und sollte hier angeblich siedeln.<br/>Die fünf Reiter blickten den Sumpf versonnen an. Ihnen allen war bewusst, dass das Moor leicht ein Menschenleben fordern konnte und so hatten sie nicht vor hereinzureiten.<br/>Die Gruppe bestand aus [[Briefspieltext vielleicht mit::Erlan von Sindelsaum]], [[Briefspieltext vielleicht mit::Praiophatius von Gernebruch]], [[Briefspieltext vielleicht mit::Gerwulf Waldstein]], [[Briefspieltext vielleicht mit::Lechdan Sirbensack]] und [[Briefspieltext vielleicht mit::Grimma Siebenrüb]]. Erlan war einst der Knappenvater von Boromil gewesen und da er gerade ohnehin diese Strecke bereisen musste, wollte er die Zeit nutzen, um seinen alten Knappen zu besuchen. Dieser war freilich nur wenige Jahre jünger als Erlan selbst, und so waren die beiden Männer gut befreundet.<br/>Begleitet wurde Erlan von seinem jungen Knappen. Der Junge kam aus den [[Briefspieltext vielleicht mit::Hinterkosch|Nordmarken]], stand erst seit wenigen Wochen in den Diensten Erlans und musste sich noch in die fest eingespielte Gruppe einfügen, doch er fügte sich und gab sich alle Mühe seine Aufgaben gut zu bewältigen.<br/>Gerwulf war ein Hüne von einem Mann und bis an die Zähn bewaffnet. Er hatte Erlan in der [[Briefspieltext vielleicht mit::Schlacht von Angbar]] vor dem Tod bewahrt und stand seitdem in seinen Diensten.<br/>Der vierte im Bunde war Lechdan. Er war ein einfacher Diener, doch folgte er seinem Herrn schon, seit dieser Knappe am Hof des [[Briefspieltext vielleicht mit::Blasius vom Eberstamm|Fürsten]] wurde und war somit ebenso Freund wie Bediensteter Erlans.<br/>Den Abschluss bildete schließlich Grimma Siebenrüb, die auf ihrem Pferd nicht sehr glücklich aussah und sich wohl auf den Boden wünschte.<br/>Erlan wendete sein Pferd und folgte dem Weg, dem sie ihnen in dem kleinen Weiler beschrieben hatten. Er war gespannt, wie der Ort aussah, den sich Boromil für seine Siedlung ausgesucht hatte. Schließlich erreichten sie den Ort.<br/>Die Umgebung hatte ein geradezu idyllisches Bild geboten. Auf saftigen Wiesen in der Nähe der [[Briefspieltext vielleicht mit::Warna]] ließ ein [[Briefspieltext vielleicht mit::Hanno Weidentreu|Ziegenhirte]] seine Tiere grasen, während [[Briefspieltext vielleicht mit::Alphak Schröterwald|einige]] [[Briefspieltext vielleicht mit::Boltsa Schröterwald|Waldbauern]] am Rande des [[Briefspieltext vielleicht mit::Birkhain]]s mit ihrer Arbeit beschäftigt waren. Sie schlugen wohl Holz, um Baumaterial zu beschaffen, denn der Siedlungsplatz bot das Chaos einer etwas unübersichtlichen Baustelle.<br/>In den Ruinen der Häuser des früheren Klippbrühls hatte man große Planen auf Stöcken befestigt, um die zum Teil noch vorhandenen Wände zu benutzen. An mehreren Stellen waren neben den ehemaligen Gebäuden große Haufen von Erde zu sehen. Offensichtlich handelte es sich um Aushub von Grabungen. Und tatsächlich war an mehreren Stellen das charakteristische Geräusch von Spaten zu hören, die in die Erde drangen. Gleichzeitig sangen einige tiefe Stimmen im Takt auf [[Briefspieltext vielleicht mit::Rogolan]]. Zwerge oder gar Menschen waren jedoch nicht zu sehen.<br/>Suchend blickte Erlan sich um. Er hatte sein Kommen nicht angekündigt, da er sich erst recht kurzfristig zu diesem Abstecher entschlossen hatte. Er war auf dem Weg zum [[Briefspieltext vielleicht mit::NKK X|Dreigrafentag]] in [[nor:BaronieLiepenstein|Liepenstein]], und bisher waren sie besser vorangekommen als gedacht. Eigentlich hatte Erlan gedacht, auf dem Rückweg vorbeizukommen, aber sie hatten nun mehr als genug Zeit, und so hatte er sich entschlossen auch ohne Ankündigung vorbeizukommen. In den [[Briefspieltext vielleicht mit::Hügellande]]n war dies eine durchaus übliche Vorgehensweise, und jedermann freute sich über Besuch. Boromil würde es in dieser Einöde sicherlich nicht anders ergehen.<br/>Ein kleiner Junge lugte aus dem am nächsten liegenden ehemaligen Haus heraus und starrte die Neuankömmlinge aus großen Augen an. Einige Sekunden dauerte es, dann war der Bann gebrochen, und er rannte aufgeregt in eines der hinteren Gebäude. Kurze Zeit später sprang er wieder heraus, gefolgt von einem Mann in der Arbeitskleidung einfacher Bauern und Handwerker. Ein großer Schlapphut verhinderte zunächst, dass man sein Gesicht sah. Er tätschelte dem Jungen den Kopf und sagte: "Gut gemacht, [[Briefspieltext vielleicht mit::Alrik Schröterwald|Alrik]]. Und jetzt sag [[Briefspieltext vielleicht mit::Tsalva Lehmfeld|Tsalva]] Bescheid. Ich brauche ihre Dienste."<br/>Der Racker nickte nur kurz und verschwand wie der geölte Blitz unter einer anderen Plane.<br/>Der Mann jedoch stellte sich etwa zwanzig Schritt entfernt mitten auf den Weg, den die Reisenden weitergeritten wären. Dann nahm er den Hut vom Kopf und hervor kam das Erlan so vertraute Gesicht Boromils. Die Frühlingssonne hatte ihm ein wenig Farbe ins Gesicht gebracht und sein letzter Besuch beim Barbier war bestenfalls einige Tage her, doch seinen ehemaligen Knappen würde er immer sofort wiedererkennen.<br/>Der Ritter vom Kargen Land schwenkte freudig den Hut und rief laut: "Seine Hochgeboren, der Baron von Sindelsaum!"<br/>Dann lief er zu den Reitern hinüber, um sie herzlich zu begrüßen und einen Platz zu zeigen, an dem sie die Pferde abstellen konnten. Ein herbeigerufener [[Briefspieltext vielleicht mit::Zolthan Grobbfold|Rossknecht]] würde sich um die Tiere kümmern. Er begann sofort mit seiner Arbeit.<br/>Inzwischen waren die Gesänge und Arbeitsgeräusche verstummt. Mindestens zwei Zwerge, deren Bärte mit prächtigen Zöpfern verziert waren, wagten sich von ihrer Arbeit weg.<br/>"Bierpause!", rief Boromil ihnen formlos zu, worauf ein gutgelauntes Brummen zu vernehmen war. Offenbar hielten sich noch weitere Arbeiter in den Gebäuden auf, denn die Angroschim gingen zunächst zurück an ihre Arbeitsplätze, wohl um ihre Kollegen zu holen.
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Es war ein angenehmer Tag Mitte des Perainemondes [[Briefspieltext mit::1032]] BF. Der [[Briefspieltext mit::Moorbrücker Sumpf]] lag fast idyllisch vor den fünf Reitern. Sie waren in der Nähe des Ortes, der einst [[Briefspieltext vielleicht mit::Klippbrühl]] geheißen hatte und ihr Weg hatte sie hierhin geführt, weil sie einen alten Freund besuchen wollten. [[Briefspieltext vielleicht mit::Boromil vom Kargen Land]] gehörte zu den Neusiedlern in [[Briefspieltext mit::Moorbrück (Baronie)|Moorbrück]] und sollte hier angeblich siedeln.<br/>Die fünf Reiter blickten den Sumpf versonnen an. Ihnen allen war bewusst, dass das Moor leicht ein Menschenleben fordern konnte und so hatten sie nicht vor hereinzureiten.<br/>Die Gruppe bestand aus [[Briefspieltext mit::Erlan von Sindelsaum]], [[Briefspieltext mit::Praiophatius von Gernebruch]], [[Briefspieltext mit::Gerwulf Waldstein]], [[Briefspieltext mit::Lechdan Sirbensack]] und [[Briefspieltext mit::Grimma Siebenrüb]]. Erlan war einst der Knappenvater von [[Briefspieltext mit::Boromil vom Kargen Land|Boromil]] gewesen und da er gerade ohnehin diese Strecke bereisen musste, wollte er die Zeit nutzen, um seinen alten Knappen zu besuchen. Dieser war freilich nur wenige Jahre jünger als Erlan selbst, und so waren die beiden Männer gut befreundet.<br/>Begleitet wurde Erlan von seinem jungen Knappen. Der Junge kam aus den [[Briefspieltext vielleicht mit::Hinterkosch|Nordmarken]], stand erst seit wenigen Wochen in den Diensten Erlans und musste sich noch in die fest eingespielte Gruppe einfügen, doch er fügte sich und gab sich alle Mühe seine Aufgaben gut zu bewältigen.<br/>Gerwulf war ein Hüne von einem Mann und bis an die Zähn bewaffnet. Er hatte Erlan in der [[Briefspieltext vielleicht mit::Schlacht von Angbar]] vor dem Tod bewahrt und stand seitdem in seinen Diensten.<br/>Der vierte im Bunde war Lechdan. Er war ein einfacher Diener, doch folgte er seinem Herrn schon, seit dieser Knappe am Hof des [[Briefspieltext vielleicht mit::Blasius vom Eberstamm|Fürsten]] wurde und war somit ebenso Freund wie Bediensteter Erlans.<br/>Den Abschluss bildete schließlich Grimma Siebenrüb, die auf ihrem Pferd nicht sehr glücklich aussah und sich wohl auf den Boden wünschte.<br/>Erlan wendete sein Pferd und folgte dem Weg, dem sie ihnen in dem kleinen Weiler beschrieben hatten. Er war gespannt, wie der Ort aussah, den sich Boromil für seine Siedlung ausgesucht hatte. Schließlich erreichten sie den Ort.<br/>Die Umgebung hatte ein geradezu idyllisches Bild geboten. Auf saftigen Wiesen in der Nähe der [[Briefspieltext vielleicht mit::Warna]] ließ ein [[Briefspieltext mit::Hanno Weidentreu|Ziegenhirte]] seine Tiere grasen, während [[Briefspieltext mit::Alphak Schröterwald|einige]] [[Briefspieltext mit::Boltsa Schröterwald|Waldbauern]] am Rande des [[Briefspieltext vielleicht mit::Birkhain]]s mit ihrer Arbeit beschäftigt waren. Sie schlugen wohl Holz, um Baumaterial zu beschaffen, denn der Siedlungsplatz bot das Chaos einer etwas unübersichtlichen Baustelle.<br/>In den Ruinen der Häuser des früheren Klippbrühls hatte man große Planen auf Stöcken befestigt, um die zum Teil noch vorhandenen Wände zu benutzen. An mehreren Stellen waren neben den ehemaligen Gebäuden große Haufen von Erde zu sehen. Offensichtlich handelte es sich um Aushub von Grabungen. Und tatsächlich war an mehreren Stellen das charakteristische Geräusch von Spaten zu hören, die in die Erde drangen. Gleichzeitig sangen einige tiefe Stimmen im Takt auf [[Briefspieltext vielleicht mit::Rogolan]]. Zwerge oder gar Menschen waren jedoch nicht zu sehen.<br/>Suchend blickte Erlan sich um. Er hatte sein Kommen nicht angekündigt, da er sich erst recht kurzfristig zu diesem Abstecher entschlossen hatte. Er war auf dem Weg zum [[Briefspieltext vielleicht mit::NKK X|Dreigrafentag]] in [[nor:BaronieLiepenstein|Liepenstein]], und bisher waren sie besser vorangekommen als gedacht. Eigentlich hatte Erlan gedacht, auf dem Rückweg vorbeizukommen, aber sie hatten nun mehr als genug Zeit, und so hatte er sich entschlossen auch ohne Ankündigung vorbeizukommen. In den [[Briefspieltext vielleicht mit::Hügellande]]n war dies eine durchaus übliche Vorgehensweise, und jedermann freute sich über Besuch. Boromil würde es in dieser Einöde sicherlich nicht anders ergehen.<br/>Ein kleiner Junge lugte aus dem am nächsten liegenden ehemaligen Haus heraus und starrte die Neuankömmlinge aus großen Augen an. Einige Sekunden dauerte es, dann war der Bann gebrochen, und er rannte aufgeregt in eines der hinteren Gebäude. Kurze Zeit später sprang er wieder heraus, gefolgt von einem Mann in der Arbeitskleidung einfacher Bauern und Handwerker. Ein großer Schlapphut verhinderte zunächst, dass man sein Gesicht sah. Er tätschelte dem Jungen den Kopf und sagte: "Gut gemacht, [[Briefspieltext mit::Alrik Schröterwald|Alrik]]. Und jetzt sag [[Briefspieltext vielleicht mit::Tsalva Lehmfeld|Tsalva]] Bescheid. Ich brauche ihre Dienste."<br/>Der Racker nickte nur kurz und verschwand wie der geölte Blitz unter einer anderen Plane.<br/>Der Mann jedoch stellte sich etwa zwanzig Schritt entfernt mitten auf den Weg, den die Reisenden weitergeritten wären. Dann nahm er den Hut vom Kopf und hervor kam das Erlan so vertraute Gesicht Boromils. Die Frühlingssonne hatte ihm ein wenig Farbe ins Gesicht gebracht und sein letzter Besuch beim Barbier war bestenfalls einige Tage her, doch seinen ehemaligen Knappen würde er immer sofort wiedererkennen.<br/>Der Ritter vom Kargen Land schwenkte freudig den Hut und rief laut: "Seine Hochgeboren, der Baron von Sindelsaum!"<br/>Dann lief er zu den Reitern hinüber, um sie herzlich zu begrüßen und einen Platz zu zeigen, an dem sie die Pferde abstellen konnten. Ein herbeigerufener [[Briefspieltext mit::Zolthan Grobbfold|Rossknecht]] würde sich um die Tiere kümmern. Er begann sofort mit seiner Arbeit.<br/>Inzwischen waren die Gesänge und Arbeitsgeräusche verstummt. Mindestens zwei Zwerge, deren Bärte mit prächtigen Zöpfern verziert waren, wagten sich von ihrer Arbeit weg.<br/>"Bierpause!", rief Boromil ihnen formlos zu, worauf ein gutgelauntes Brummen zu vernehmen war. Offenbar hielten sich noch weitere Arbeiter in den Gebäuden auf, denn die Angroschim gingen zunächst zurück an ihre Arbeitsplätze, wohl um ihre Kollegen zu holen.
  
 
[[Kategorie:Abenteuer]]
 
[[Kategorie:Abenteuer]]

Version vom 4. Juni 2017, 16:17 Uhr

Teil der Briefspielgeschichte "Ein unerwarteter Gast"