Zwei Bolzen und ein Boronrad - Die Hilfe des Bergkönigs

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Texte der Hauptreihe:
K4. Die Hilfe des Bergkönigs
Ende Tra 1040 BF unbekannte Zeit
Die Hilfe des Bergkönigs
Falsche Verdächtige

Kapitel 4

Autor: Geron
Hügelsaum und Sindelsaum, Ende Travia 1040 BF

Gamsbart Wangenmoos fröstelte. Die Tage wurden merkbar kürzer und auch die Temperaturen hatten sich deutlich abgesenkt. Es war nun zwei Wochen her, dass der furchtbare Mord an Eulrich von Bärenstieg die Baronie erschüttert hatte, und so langsam kehrten die Gespräche an den Sindelsaumer Stammtischen wieder zu den gewohnten Themen zurück. Baron Erlan hatte seinen Vetter Baltram von Eichental nach Koschim geschickt, um dort vor dem Bergkönig Klage zu führen, aber so weit war Baltram gar nicht erst gekommen. Der Vogt des Bergkönigs Falleram Sohn des Fanderil erklärte die Anschuldigungen für haltlos. Die Beweislage war immerhin äußerst dünn und beruhte nur auf zweifelhaften Indizien. Man werde sich trotzdem mit den betreffenden Zwergen unterhalten und alles entsprechend aufklären, aber das sei Sache des Bergkönigs und eine gründliche Untersuchung würde sicher zehn bis zwanzig Jahre dauern.
So war Baltram unverrichteter Dinge nach Sindelsaum zurückgekehrt. Es blieb dem Baron keine andere Wahl als die Antwort des Bergkönigs zu akzeptieren. Bei Gelegenheit plante der Baron wohl die Sache beim Fürsten zur Sprache zu bringen, aber auch dadurch würde sich wohl nicht viel ändern.
Seither hatte man allerdings herausgefunden, dass Hamosch durchaus kein unbeschriebenes Blatt war. Bereits der Kosch-Kurier 49 berichtete über den Tod eines Magiers durch die Hand Hamoschs. Es schien, als habe der Zug des Alagrimm bei so manchem Koschimer Zwerg zu blindem Magiehass geführt. Gamsbart konnte das Gefühl sogar verstehen, auch ihm waren Magier unheimlich, aber das war ja noch lange kein Grund, sie einfach umzubringen. Warum sie ausgerechnet Eulrich getötet hatten, konnten sie freilich nur mutmaßen. Die räumliche Nähe zum Bergkönigreich war wohl ausschlaggebend gewesen.
In Sindelsaum würde man durchreisende Erzzwerge in Zukunft jedenfalls strenger auf die Finger schauen, aber bis dahin war jedenfalls mehr als genug Zeit, um erst einmal ein warmes Mittagsessen zu sich zu nehmen, denn es gab nur den einen Koschimer Erzzwergen in Sindelsaum und zwar den Händler Barosch, und der lebte nun schon seit Ewigkeiten hier und war über jeden Zweifel erhaben.
So kehrte Gambsbart im Gasthaus „Zur Brücke“ ein und ließ sich von den Kochkünsten des Orlan Sirbensack verwöhnen, hatte ihn Alma doch einmal mehr auf Diät gesetzt.