Orden der Wächter Rohals

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Namen:
Orden der Wächter vom Magischen Recht in Rohals Namen
Rohalswächter © M. Lorber

»Was du in Angbar meiden solltest, ist das Ordenshaus der „Wächter Rohals“. Der Name dieses Hauses täuscht! Die Bewohner sind von erschreckender, mißtrauischer Engstirnigkeit und eine Plage für jeden frei denkenden Menschen.« (aus einem Brief des Händlers Thorn Bergenaan an seinen Sohn, datiert Efferd 999 BF)

Der Orden der Wächter vom Magischen Recht in Rohals Namen (Bosparano: Ordo Custodum in nomine Rohale - kurz: OCR) ist ein Magierorden, der seine Aufgabe unter anderem darin sieht die reine Lehre der Magie zu wahren und finstere Magie zu bekämpfen. Seit Jahrhunderten wird dies so ausgelegt, dass alle nicht von den Magiergilden autorisierte Magie als frevlerisch angesehen wird. Der Orden wurde in Rohalssteg gegründet und hat im Kosch noch immer seinen Mittelpunkt. Er stellt im ansonsten gildenmagisch eher dünn besiedelten Kosch die wichtigste Gruppe der hiesigen Gildenmagier.

Historie

Rohal der Weise selbst soll kurz vor dem Ende seines derischen Daseins die Gründung des Ordens der "Wächter Rohals von den Grauen Stäben" angeregt haben. Er übergab 589 BF seinen Zauberstab an seinen Schüler Narehal, der fortan als erster Hochmeister den Orden leitete. Die Rohalsjünger ließen sich im einstigen Ruhesitz des Weisen in Rohalssteg nieder, schworen auf die Rückkehr ihres Meisters zu warten (wie die Sage vom Rohalssteg kündet) und die Hinterlassenschaft ihres Meisters zu wahren.

Die erste Bewährungsprobe für den Orden kam rasch. Nach Rohals Verschwinden brach ein erbitterter Streit um sein Erbe unter den Magiern aus - die Magierkriege zogen über das Land. Im Kosch befanden sich einige der am härtesten umkämpften Schlachtfelder und es war nicht zuletzt Narehal und seinen Mitstreitern zu verdanken, dass die Provinz in diesen Jahren nicht unterging. In Farnhain gelang es ihnen einen gefährligen Zirkel von Nekromanten in einer gewaltigen magischen Schlacht zu besiegen, was zur Bildung des bis heute verwunschenen Moorbrücker Sumpfes führte. Bei der Verteidigung Ferdoks gegen einen Angriff der Schwarzmagier um Zulipan von Punin fand Narehal 592 BF schließlich seinen Tod.

Schon die Wahl seines Nachfolgers offenbarte den Zwist, der den Orden durchzog. Die Gefährten des neuen Hochmeisters Ontho Gaschenker (der sich später Ergulf Rohalstreu nennen sollte) sahen die Erfahrungen der Magierkriege als Zeichen, dass die Wahrung von Rohals Idealen der reinen und guten Magie nur durch strenge Regeln und Bekämpfung der Magie jenseits dieser Gesetze zu erreichen sei. Die Gruppe um Onthos Zwillingsbruder Leibold Gaschenker hingegen, vertrat die Meinung, dass man die Harmonielehre Rohals nicht aus den Augen verlieren dürfe und von den verschiedenen Spielarten der Magie eher lernen als sie bekämpfen sollte. Nur was klar gefährlich sei und wider die Gesetze Hesindes verstoße solle beendet werden.

Die strenge Linie Ontho Gaschenkers setzte sich bei der Mehrheit durch. Er sollte später auch Maßgeblich an der Verschärfung des Codex Albyricus (des Gesetzbuches der Gildenmagie) beteiligt sein und seinen Orden dem Bund des Weißen Pentagramms zuführen. Leibold seinerseits gründete daraufhin 593 BF den Orden der Grauen Stäbe. Eine Abspaltung, die erst 768 BF unter Vermittlung der Gilden vom Hochmeister der Rohalswächter anerkannt wurde - fortan gab es auch aus Sicht des Grundordens den "Orden der Wächter vom Magischen Recht in Rohals Namen" auf Seiten der Weißen Gilde und den "Orden der Grauen Stäbe" auf Seiten der Grauen Gilde. Bis heute sind jedoch manche Ansprüche ungeklärt und strittig, etwa auf das Gründunghaus in Rohalssteg mitsamt des darin lagernden Nachlasses Rohals des Weisen (darunter das Schwarze Auge Rohals).

Im Lauf der Jahre trat der Orden vor allem im Osten des Reiches als Streiter gegen dort brühende finstere Kulte und gildenlose Magie in Erscheinung. Selbst der Hauptsitz des Ordens verlagerte sich. Nachdem man 672 auf Bitten Graf Bosper vom Eberstamms (der sich davon einen größeren Schutz der Reichsstadt erhoffte) vom entlegenen Rohalssteg nach Angbar gezogen war, wurde der Hauptsitz 721 BF schließlich ins tobrische Ysilia verlegt. Im Kosch blieben insbesondere die Hexen und Geoden vergleichsweise unbehelligt, was daran liegen mag, dass sie in den Magierkriegen auf der Seite der Rohalswächter stritten. Andere hingegen sehen den Grund eher an der deutlich höheren Zahl und Macht, die vor allem die Koschhexen im Vergleich zu den eher wenigen Wächtern Rohals darstellen. Jedenfalls beschränkt sich der koscher Zweig des Ordens vor allem auf die Forschung und darauf am Hexenwald von Koschgau und dem Moorbrücker Sumpf die Lage von Wachten aus zu beobachten.

Nach der zweimaligen Zerstörung des Hauptsitzes in Ysilia (1003 im Zug der Oger und 1020 bei der Rückkehr Borbarads) wurde der Hauptsitz zurück ins Ordenshaus von Angbar verlegt. Ein Glücksfall für Angbar, dessen Saat erst einige Jahre später aufgehen sollte. In der Schlacht von Angbar stritten die Rohalswächter 1027 BF an der Seite der Koscher gegen den Alagrimm. Ihr Ordenshaus in Angbar wurde zwar schwer beschädigt, doch die darin bewahrten Bücher und Schätze konnten auf magische Weise gerettet werden. Hochmeister Kuniswart vom Reifenwasser entschied, den alten Sitz in Rohals Residenz zu Rohalssteg wieder zu beziehen - was sich als weise Entscheidung erwies, weil dort seit Jahrhunderten verschollene Gegenstände, wie das Auge des Weisen wiederentdeckt wurden. Dadurch, aber auch durch die Rückkehr des seit den Magierkriegen in einer Globule gefangenen Rohalsschülers Eslam von Wagenhalt, ist eine neue Debatte um den künftigen Weg der Rohalswächter entbrannt. Die einen Mitglieder des im Kampf gegen Borbarad bereits arg dezimierten Ordens mahnen, dass der Krieg gegen das Erbe des Dämonenmeisters noch immer nicht gewonnen und beendet ist, und dass seine Rückkehr nur noch mehr zum gnadenlosen Gefecht gegen gildenlose Magie mahnt. Die anderen sehen die Zeit gekommen zu den Wurzeln der Rohalschen Lehre zurückzukehren und verstärkt die durch Borbarads Untaten gewachsenen Ängste und Vorbehalte im Volk gegen die Magie mit gutem Beispiel, Aufklärung und hilfreichem Einsatz von Hesindes Gabe zu mildern.

Drei führende Rohalswächter: Eslam von Wagenhalt, Kuniswart vom Reifenwasser und Tristoban Biret. Mit freundlicher Genehmigung von Ulisses und Mia Steingräber

Eigenheiten

Die übliche Ordenstracht spiegelt die Verbundenheit zum Bund des Weißen Pentagramm wieder: Neben dem Namen erinnert nur noch das graue Skapulier an die ursprüngliche Ausrichtung des Ordens, Kutte und Handschuhe aber sind im reinsten Firnweiß gehalten.

Magierinnen sind gegenüber den männlichen Mitgliedern in der Unterzahl. Dabei steht der Orden selbstverständlich seit jeher beiden Geschlechtern offen, die Ursache ist vielmehr in der Herkunft des Ordens zu suchen: In der traditionell zwergisch-patriarchalisch geprägten Region der Koschberge werden seit jeher nur wenige zauberkräftige Kinder geboren. Während weibliche Magiekundigen die arkane Kraft meist als Geschenk Saturias auffassten, wurden männliche Begabte eher in die Obhut der Gildenmagier gegeben.

Ein weiteres Kuriosum aus der Frühzeit des Orden mag die merkwürdige Zurückhaltung sein, die der OCR gegenüber den zwergischen Zauberkundigen walten läßt. Während menschliche Druiden und Hexen (trotz der momentanen "Waffenruhe" im Kosch) grundsätzlich als zügellose Zauberwirker und übelste Frevler wider die göttlichen Gebote betrachtet werden, fühlt man sich den Geoden des Kleinen Volkes offenbar noch aus der Zeit des vereinten Widerstandes gegen den almadanischen Schwarzmagus Zulipan verbunden.

Niederlassungen

Inzwischen haben die Rohalswächter ihren Hauptsitz zurück ins alte Rohalssteg verlagert, bauen derzeit jedoch ihr zerstörtes altes Ordenshaus unweit von Angbar als Stützpunkt in der Reichs- und Handelsstadt wieder auf (nicht zuletzt, weil dort magische Bücher und Zutaten leichter zu beschaffen sind).

Weitere koscher Stützpunkte sind die Krötenwacht in Koschgau, die den Hexenwald Sarindel und die dortigen Krötensümpfe im Auge behält und Eisenkobers Wacht am verwunschenen Moorbrücker Sumpf.

Die meisten Mitglieder des Ordens, speziell des kämpfenden Kreises, sind an der Grenze zu den Schwarzen Landen stationiert. Vor allem in Tobrien.

Gliederung

Der Orden wird vom siebenköpfigen Zirkel der Wachenden geleitet, der aus seiner Mitte den Hochmeister bestimmt.

Die einfachen Mitglieder unterteilen sich in den Zirkel der Wissenden, welcher sich der Forschung und Lehre widmet, und dem Zirkel der Wehrenden, der auszieht um das Wirken frevlerischer Magie zu bekämpfen.

Mitglieder

Bemerkenswerte Rohalswächter der Vergangenheit

Bemerkenswerte Rohalswächter der Gegenwart

Quellen

Offizielles

Inoffizielles

  • Bosparanisches Blatt/Hesindespiegel

Links