Adel im Kosch

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Vom Adel unterm Eberbanner

Bis heute in ritterlicher Tradition des Fürsten Baduar: Der Koscher Adel. Mit freundlicher Genehmigung von Ulisses und Caryad

Wer andernorts im Reiche von einem Koschbaron spricht, der hat einen Adeligen vor Augen, der in einer leidlichen befestigten Berghütte haust und über kaum mehr gebietet als einige Hirten und ihre Ziegen. Andererseits aber schätzte man den zwar gemütlichen Fürsten Blasius vom Eberstamm, der selbst kein Held auf dem Schlachtfeld war, doch ein aufrechter und unerschütterlicher Herrscher, beinahe als letzter die alte Ordnung Rauls und Retos verkörpernd und somit ein würdige Erbe seines Ahnerrn Baduar vom Eberstamm. Das eigentliche Bild des Adels liegt wie immer zwischen den Extremen.

Jener Baduar, den man auch den Ersten Ritter nennt, war ein Waffengefährte Rauls des Großen in den Schlachten um Bosparans Fall. Er begründete viele der ritterlichen Traditionen, denen auch in anderen Provinzen des Landes folgte. Das Rittertum bildete - und bildet immer noch - den Pfeiler des Adels im Kosch. Selbst die beiden bedeutsamsten koscher Truppen, die Fürstlichen Schlachtreiter und Ferdoker Lanzerinnen, sehen sich in dieser ritterlichen Tradition. So gilt es auch bis heute als ehrenwert für so manchen koscher Adeligen nach seiner Knappschaft und dem erfolgten Ritterschlag als Offizier in einer dieser Armeen dem Fürsten und dem Reich zu dienen. Vor allem die Schlachtreiter gelten hier als Ehrengarde des Fürsten, wohl nicht zuletzt weil sie bei feierlichen Umzügen (etwa zur Praioswend in Angbar) mit ihren schmucken Uniformen und strammen Schlachtrössern einen Höhepunkt bilden und meist die Kutsche des Fürsten umrahmen dürfen.

Wie der Fürst vom Eberstamm sind auch seine Vasallen von bodenständigem Landadel. Den armen Koschbaron, über den Garetiens Große und Almadas Magnaten gern spotten, wird man ehesten in den kargen Bergregionen Wengenholms und dem alten Schetzeneck finden.

Denn obgleich nach Praios Wille eine Baronin eine Baronin ist und bleibt (und ein leibeigener Bauer eben das), tut’s dort oft Not, dass das Töchterlein des Barons in der Käserei aushilft oder gar der Herr selbst mit seinen Knechten das Vieh zu Tale treibt. Aber auch im fruchtbaren Ferdoker Land schreitet mancher Ritter zuweilen selbst hinter dem Pflug einher. Denn was sollte ein Herr Müßiggang pflegen, solange der Schwertarm nicht gebraucht wird?

Andererseits ist es Koschern geradezu eine Lust, untereinander ihr schweres Leid zu bedauern. Und wie’s die Bauern dem Barone klagen, trägt der es seinem Lehnsherrn vor, was seinen Teil zum Bild vom armen Koschbaron beigetragen hat. „Es ist nicht schlecht bestellt um das Reich, solange meine Koscher noch klagen können“, hat Bosper vom Eberstamm darob gesagt, der schlaue Reichsrat Eslams II.

Wohl aber gibt ist in jüngster Zeit eine Zweiteilung im Adel zu beobachten: zum einen jene Edelleute, die sich ermattet von Schlachten und Aufruhr auf ihre Güter zurückgezogen haben, um ihr Bäuchlein ein wenig runder zu züchten, auf die Tüchtigkeit ihrer Greven und Amtsleute bauen und darauf, dass die Streiter der Zwerge schon die Mächte der Düsternis fern halten werden (vor allem im wohlhabenden Hügellande zwischen Angbar und Ferdok). Zum anderen sind da jene, die meinen, dass man gerade nun die Gebote Rondras und Praios’ umso höher halten müsse. Viele von diesen haben sich in der Grafschaft Ferdok dem Bund der Alttreuen zugewandt.

Da selbst eine einfache Koscher Landfrau stolz die Namen ihrer Vorfahren aufsagen kann, wundert es wenig, dass der Adel umso mehr Wert auf eine möglichst umfangreiche und kunstvoll verzierte Stammtafel legt. Der fürstliche Registrargreve Himrig Sohn des Xorig betreut ein Archiv, dass Auskunft über alle koscher Adelshäuser und die mit ihnen verwandten Geschlechter gibt und als das weithin verlässlichste des Reiches gilt. Eine Ahnentafel zu fälschen, wird als Verbrechen angesehen und, schlimmer noch, schwerste Ehrenrührigkeit – und doch sind, gerade aus der kaiserlosen Zeit, eine Unzahl zweifelhafter Urkunden bekannt.

Von der Herkunft der blaublütigen Häuser

Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Adelsleute im Kosch weniger als in anderen Provinzen, etwa den nordmärkischen Nachbarn, dem Neid und Standesdünkel verfallen sind. Manch Koscher Edeldame oder Rittersmann lebt gar recht sparsam und bescheiden – feiert volksnah mit den Untertanen im Wirtshaus oder wurde gar schon anpackend im Wald, Stall oder Acker des Eigenlehens gesehen. Andernorts betrachtet sich gar der Adel untereinander mit Argwohn – und der alt eingesessene Adel blickt verächtlich auf den jungen Neuadel herab. Ein Verhalten, das man im Kosch bislang weniger häufig antrifft (wenngleich der Bund der Alttreuen im Ruf steht dieses „Standesbewusstsein“ fördern zu wollen). Dennoch hegt man in unserem traditionsbewussten Land großes Interesse an seiner Herkunft, und mancher Landsitz wird von einem reich verzierten Stammbaum geschmückt. Es soll gar Ritter geben, welche die steinernen Abbilder der Ahnen aus der Familiengruft auswendig nennen können. Auch hier weiß man also durchaus, wo die Wurzeln der eigenen, befreundeten oder gegnerischen Familien liegen, und kennt oft spannende Geschichten aus der Vergangenheit.

Uradel

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Als Uradel gelten jene Familien, die ihre Wurzeln bis in die Zeiten des Alten oder jungen Neuen Reiches nachweisen können. Freilich sind solche traditionsreichen Familien sehr stolz auf diese lange Historie und gelten auch unter Ihresgleichen viel. Den getreulichen Aufzeichnungen des Registrargreven ist es zu verdanken, dass in unserer Provinz der, andernorts häufigen, Unsitte Stammbäume zu fälschen, um sich zum Uradel rechnen zu können, frühzeitig ein Riegel vorgeschoben wurde.

Altreichscher Uradel (vor Bosparans Fall)

Nur wenige Häuser des Reiches können ihre Ursprünge bis ins Alte Reich zurückverfolgen. Zwei von ihnen sind im Kosch heimisch geworden, wobei zufürderst freilich unser geliebtes Fürstenhaus vom Eberstamm zu nennen ist. Die ersten legendären Vorfahren sollen schon in den Dunklen Zeiten die Täler der Vogtei Fürstenhort urbar gemacht haben. Schließlich ritt der große Baduar an der Seite der Garether in die Zweite Dämonenschlacht gegen die Heerscharen der verderbten Hela-Horas und erhielt dafür den Titel des Koscher Fürsten. Unter den Streitern von Brig-Lo fand sich auch Leonore vom Berg, deren Nachfahren vom Haus Berg zwar vor allem in den nordmärkischen Stammlanden zu finden sind, die jedoch seit Generationen auch als treue Burgherren des Grafen von Wengenholm dienen. Das wengenholmer Grafenhaus selbst führt sich auch auf einen Streiter aus Altreichischer Zeit zurück: auf den legendären Arbelat Streitkolben, den Gründer des ersten Schwurbundes. Leider gingen die Aufzeichnungen in den Wirren vergangener Zeiten verloren, so dass sich der Registrargreve bis heute beharrlich weigert diese Herkunft anzuerkennen und das Grafenhaus „lediglich“ zum (im Grunde ja kaum weniger angesehenen) Neureichschen Uradel zählt … was schon zu manchem Streit zwischen den Grafen und Meister Himrig führte.

Neureichscher Uradel (0 – 335 BF)

Den Adel der frühen Tage des Neuen Reiches, teilweise gar noch unter Kaiser Raul und Fürst Baduar eingesetzt, erkennt man – vor allem bei den Baronshäusern – meist daran, dass er noch immer den Namen des Ur-Lehens trägt. Erstaunlich viele Geschlechter haben sich aus dieser Gründungszeit erhalten, wenngleich manche ihr Stammlehen in den Wirren der Jahrhunderte verloren (wie die Häuser Auersbrück und Dunkelforst).
Auch von den Trutzrittern, die im Auftrag Baduars das einst wilde Land befriedeten und als Boten den Willen des ersten Fürsten in die Winkel der Provinz trugen, sind noch Nachfahren in unserer Zeit zu finden – wie die Häuser Firntrutz, Lutzenstrand (einst „Trutz am Stand“) und Stanniz (einst „Steintrutz“). (Die heutigen Häuser Uztrutz und Zwietrutz können ihre Herkunft dagegen übrigens nicht weiter als in die Kaiserlose Zeit zurückverfolgen, wenngleich ihr Name freilich an jene Trutzrittergeschlechter erinnern).

Dass tatsächlich noch eine ganze Reihe jener ursprünglichen Geschlechter im Kosch erhalten blieben, haben wir wohl nicht zuletzt dem Koscher Namensrecht zu verdanken. Bis heute treffen sich im Vorfeld eines Traviabundes die Mitglieder und Freunde der Familie zum Namenswiegen um die Hochzeitsgaben vor den Augen von Geweihten in die Waagschalen zu legen. Die Seite mit den jeweils bedeutsameren (nicht immer sind dies die kostspieligsten) Geschenken darf daraufhin den Namen in die Ehe bringen, was dreierlei zur Folge hatte und bis heute hat:

  1. Das Paar kann sich meist mit einem guten Grundstock an in die Familiengründung wagen.
  2. Die Unsitte der Doppelnamen kommt im Kosch traditionell deutlich seltener vor als anderswo – auch wenn der Erbgreve mit großer Sorge in den letzten Jahrzehnten eine Abkehr jener Tugend erlebt.
  3. Da die Zahl der Bündnisse, Freundschaften und gesammelten Familienschätze eine entscheidende Rolle spielt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich das jeweils ranghöhere bzw. ältere Geschlecht durchsetzt und seinen Fortbestand sichert. Ein entscheidender Grund für die recht hohe Zahl überlebender uradeliger Häuser im Kosch – während der Gründeradel andernorts ausstarb, weil er nur männliche oder weibliche Nachkommen hatte, die jeweiligen Erstgeborenen ihren Namen abgaben oder einst ruhmreiche Geschlechter zu schlichten Anhängseln in Doppelnamen verkamen und schließlich erloschen.

Um jene Häuser des Uradels ranken sich unzählige Legenden, deren Wurzeln im Dunkel der Zeiten liegen. So manches rühmt sich an der Seite Rauls und Baduars an der zweiten Dämonenschlacht teilgenommen zu haben oder zumindest unter den engen Gefolgsleuten des ersten Fürsten gewesen zu sein. Auch wenn dies nur selten nachgewiesen werden kann, und nicht jede Mär aus den Chroniken ruhmreich sein muss (in der Tat verbirgt sich hinter mancher Historie ein dunkles Geheimnis), genießen sie schon aus Ehrfurcht vor ihrer eindrucksvollen Familientradition meist großes Ansehen.

Beispiele: Auersbrück, Drabenburg, Dunkelforst, Durstein (Sal von Durstein 237 BF erstmals als Gegengraf zu Nirbart von Nadoret erwähnt), Eichental, Garnelhaun, vom Kargen Land, Nadoret, Hammerschlag, Hirschingen, Salmingen (ehemals nur Edle, später Barone), Sighelms Halm, Wurtztal (heutiges Haus Herbonia)

Erhaltene Trutzritterfamilien: Firntrutz, Lutzenstrand (Stammbaum jedoch nicht lückenlos), Stanniz

Heute (vermutlich) erloschene Häuser jener Tage: Bergwacht, Bragahn ä.H., Brandoval, Drift, Drubol, Farnhain, Findelstin, Trunak, Twergentrutz, Uztrutz (altes Haus), v. d. Warna, Zwischenwasser, Thûrau (altes Haus)

Altadel

Priesterkaiserlicher Altadel (335 – 465 BF)

Unter den Priesterkaisern eingesetzter Adel war meist, zumindest ursprünglich, recht praiosfromm, bisweilen gar unter den Geweihten und Inquisitoren zu finden und gilt bis heute oft als streng, machtbewusst oder prunksüchtig.

Beispiele: Grantel von Grantelweiher, Hochfeld, Salzmarken (angeblich aus Uradel – nicht mehr nachweisbar), Unterangen

Rohalscher Altadel (465 – etwa 608 BF)

Zur Zeit Rohals des Weisen, der häufig im Kosch geweilt haben soll, wurden häufig gelehrte, bisweilen aber auch recht wunderliche oder gar magisch begabte Leute in den Adelsstand erhoben. Daher gilt der Rohalsche Adel oft als klug, bisweilen aber auch als recht eigen. Unter ihm gibt es bis in unsere Tage manch künstlerisches Talent aber auch die Zauberkunst ist in Nachfahren jener Häuser bis heute häufiger anzutreffen.

Beispiele: Blaublüten (und die daraus abzweigende Schandlinie Blauendorn, ursprünglich Nordmärkisch), Erlenschloss, Ibeck (späteres Haus vom See), Pirkensee, Schetzeneck (einstiges Grafenhaus, das 915 beim Saustechen auf Burg Fürstenhort erlosch), Schwarzberg (600 bis 655 Ferdoker Grafen, heute nicht mehr von Adel), Stedtler, Sternhagel, Tarnelfurt, von der Wiesen (Held der Schlacht auf den Blutfeldern), Zweizwiebeln

Eslamidischer Altadel (um 602 – 915 BF)

Unter den Eslamiden kamen so manche auswärtige Familien in den koscher Adel. Gerade in der fürstenlosen Zeit, die man auch die „Grafenzeit“ nennt (608 – 682 BF), versuchten die Grafen den Rückhalt streitbarer Recken an sich zu binden, indem sie auswärtige Ritter und Söldlinge zu Vasallen ernannten. Unter anderem vermengte sich so nordmärkisches, andergastisches, weidnisches, almadanisches und garetisches Blut mit den hiesigen Häusern. Die Geschlechter aus dieser Zeit gelten daher als weltgewandt und streitbar, aber bisweilen auch als relativ unbeherrscht und mit einer Neigung zu „unkoscheren“ Sitten, wie dem Wein- oder Kaffeegenuss. Auch sagt man manchen eine größere Neigung zur Intrigenspinnerei nach, die man ansonsten im Kosch nur wenig findet.

Beispiele: Bärenstieg (Stammvater Welf von Bärenstieg wurde 914 geadelt, obgleich die Eslamiden bereits 902 ausstarben. Dennoch wird das Haus zum Eslamidischen Adel gerechnet, weil Fürst Alphak Welf ausdrücklich als Verteidiger des Bärenstiegs gegen Porquid von Ferdok ehren wollte und eine Zuordnung zum „Porquidschen“ Neuadel der Kaiserlosen Zeit einem Hohn gleichkäme.) Eichstein (einst aus Garetien stammend), Falkenhag (einst aus Weiden stammend), Garstenfeld (Söldneradel aus der Grafenzeit), Grimsau (Söldneradel aus der Grafenzeit), Jergenquell (heute geächtet), Munkelstein (ab 904 Barone von Metenar), Plötzbogen (einst Händler, aus den Nordmarken), Rallerstein, Haus Stürzelbach (aufgestiegen aus dem Ritterstand; heute ausgestorben), Wolfsstein (kam in den 900er Jahren aus nordmärker Adel ins Land), Vardock (wenngleich das Haus selbst vorgibt sich bis in die vorbosparanische Zeit zurückführen zu können, als Ferdok von Vadocia hieß), Stanniz auf Steinberg (Nebenlinie des Hauses Stanniz)

Neuadel

Die Königin von Kosch: Rohaja von Gareth. Mit freundlicher Genehmigung von Ulisses und Mia Steingräber

Neuadel der Kaiserlosen Zeit (915 – 933 BF)

Wirre Zeiten … einige jener selbst- oder vom falschen „Kaiser“ Porquid von Ferdok ernannten „Adeligen“ konnten sich bis in die Neuzeit retten und wurden später anerkannt. So mancher vermochte es durch offen zur Schau gestellte Reue seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen (so soll Reubold von Rüpeln auf Knien zum Angbarer Praiostempel gepilgert sein). Nicht selten erlangten sie ihre Anerkennung aber auch durch Verrat an den einstigen Mitverschwörern oder schlicht weil Fürst Holdwin unnötiges Blutvergießen vermeiden wollte. Diese Gesellen werden oft mit gewissem Argwohn betrachtet, sind ihre Wurzeln häufig doch mehr als dunkel und an ihnen haftet noch immer der Ruch des rebellischen und räuberischen.

Beispiele: Goldmund von Koschtal, Grobhand von Koschtal, Neuensteinigen (von Drakfold), Rüpeln, Treublatt (Koscher Zweig aus ursprünglich Tobrischem Altadel), Uztrutz (heutiger Zweig), Zwietrutz

Pervalscher Neuadel (933 – 948 BF)

Kaiser Perval und Fürst Holdwin stritten in den Erbfolgekriegen Seit an Seit. Nach ihrem Sieg belohnten beide treue und wackere Gefährten im erfolgreichen Kampf um ihre Kronen mit einem Lehen. Die zahlreichen blutigen Turniere jener Zeit ließen so manchen neuadeligen Krieger jener Tage jedoch schnell zu Rondra fahren. So gelten die verbliebenen Geschlechter aus Pervalscher Zeit entweder als besonders tapfer, wie das Haus Steenback oder jenes vom Klamm, oder als Vertreter eher geistiger Stärken. Bis heute finden sich im Fürstlichen Hofstaat Nachfahren von Gefährten jener Tage Holdwin vom Eberstamms – ein Zeichen hoher gegenseitiger Treue.

Beispiele: Haus Boltansroden, Bragahn j.H. (mit dem älteren Haus nicht verwandt, ausgestorben 1002 BF), Falkenhag (wenngleich bereits unter den Eslamiden als fürstlicher Hofadel belegt, stiegen sie unter Holdwin in den Grafenrang auf), vom Klamm, vom Pfade, Steener von Steenback, Stielzbruk

Neuadel aus Bardo und Cellas Zeiten (948 – 975 BF)

Dass Adel aus den Tagen Bardos und Cellas im Ruf steht einen Hang zur Genusssucht zu haben, liegt nicht zuletzt daran, dass so mancher von ihnen als „Ministerin“ Bardos oder Gespiele Cellas zu seinem Titel kam. Allerdings soll auch so mancher, der zur Zeit des Kaiserzwillingspaars bereits lange dem Adel angehörte, diese Jahre in Prunksucht und Zügellosigkeit verbracht haben (so etwa das alte Haus Nadoret oder die Munkelsteiner, welche damals als Barone in Metenar herrschten).

Beispiele: Bardostein, Cellastein, Gôrmel, Rübfold (1033 BF erloschen), Wittenstein

Retoscher Neuadel (975 – 993 BF)

Von tadellosem Leumund ist dagegen der Adel der Retoschen Regierungszeit. Als Kaiser Reto sein sündhaftes Vetterpaar vom Thron stieß ersetzte er so manches unfähige Adelshaus durch bewährte, tapfere und aufrechte Krieger und Bürgerleut, aber auch durch einstigen Adel, der seine Lehen in den Wirren seit der Kaiserlosen Zeit verlor. Vor allem im Rahmen der Retoschen Reichsreform von 982 BF wurden viele alte Rechte und Titel des alten Adels beschnitten und neue Regelungen getroffen, die teilweise bis heute gelten (teilweise aber durch Kaiserin Rohaja wieder rückgängig gemacht wurden). Unter dem älteren Adel gelten die Adeligen der Retozeit daher bisweilen weniger als beim Volk, wo sie oft in hoher Achtung stehen.

Beispiele: Bodrin, Has von Hügelsaum, Sindelsaum, Stolzenburg (1033 erloschen), Wildreigen

Halscher und neuester Neuadel (993 – heute)

Mehr noch als Reto belohnten Kaiser Hal und Reichsbehüter Brin eifrige Streiter aus dem Volk. Dabei schreckten sie auch nicht davor zurück reisende Glücksritter, gar Magier und Elfen in den Adelsstand zu berufen, wenn sie sich um das Reich verdient gemacht hatten. Man erkennt die häufig außerkoscher Herkunft nicht selten schon am Namen (etwa beim bornischen Haus Stoia). Dieser neueste Adel wird von manch altgedientem Standesgenossen als Emporkömmling und Pöbeladel recht skeptisch beäugt, den einfachen Leuten jedoch gelten die meisten von ihnen als fähige und besonders vertrauenswürdige Gesellen, welche ihre einfache Herkunft (noch) nicht vergessen haben und daher besser als Sprösslinge alten Adels wissen was Bürger und Bauern für ein gutes Leben benötigen.

Beispiele: Graf Growin von Ferdok, Halderlin (von Twergentrutz), Stoia (von Vinansamt), Thuca (von Bragahn), Salfridjes (von Rohalssteg), Barborn (von Siebental)

Artikel aus dem Kosch-Kurier 47

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