Man erntet, was man sät - Frühstück im Wald

Aus KoschWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen


Lua-Fehler in Modul:Lehensabfrage_Briefspiel, Zeile 43: attempt to index a nil value

18. Pra 1041 BF
Frühstück im Wald
[[Man erntet, was man sät - Im Schutz der Dunkelheit#_4a3b237ef49d24381e78ab1162bc1f4b|◅]] [[Man erntet, was man sät - Im Schutz der Dunkelheit#_4a3b237ef49d24381e78ab1162bc1f4b|]]


Kapitel 19

[[Man erntet, was man sät - Ein doppelter Hinterhalt#_1e5cd46b7ac22208f4be76fd5ac5114b|]] [[Man erntet, was man sät - Ein doppelter Hinterhalt#_1e5cd46b7ac22208f4be76fd5ac5114b|▻]]
Autor: Brumil, Josper

Yassburg, 18. Praios1041 BF

Frühstück im Wald

Ein angenehmer Wind strich über die Landschaft, als Josper von Kemlar, Hauptmann der Drifter Garde, das Lager inspizierte. Die Erstürmung der Burg war nicht ganz nach Plan verlaufen, da sich die Verteidiger als äußerst zäh erwiesen und der Ausbau der Burg mit Fallen tat sein Übriges. So hielten die Drifter erst den äußersten Mauerring. Josper sprach gerade mit einer Gruppe seiner Soldaten, als er eine Person hastig auf ihn zustolpern sah.
„Sie haben uns überfallen“, keuchte Trottbert Stocker, Hufschmied und erster Waffenknecht auf dem Fuxengut, welches Josper als Lehen hatte. Er sollte mit den restlichen Waffenknechten den Nachschub aus Cirrenacker sicherstellen. „Sie haben uns auf der Höhe Schratentals angegriffen und überfallen. Wir haben einen Mann und alle drei Wagen mit Naturalien verloren. Sie waren in der Überzahl und erstaunlich gut bewaffnet. Das war eine geplante Aktion. Ich konnte einige Schratentaler in der Gruppe erkennen, aber die Mehrheit der Angreifer war mir unbekannt.“
Einen einfachen Söldner hätte Josper wahrscheinlich zurechtgestutzt und ihn ob seiner Unzulänglichkeiten entlassen. Doch Trottbert konnte er vertrauen. Wenn sie ihn und seine Waffenknechte überfallen konnten, musste es ein ernstes Problem sein.
Er ging sofort zum Zelt des Barons, um diesem Meldung zu machen. Namur war wenig erfreut von der Nachricht, doch auch er erkannte schnell den Ernst der Lage, da eine Störung des Nachschubes die Moral der Belagerer drastisch senken würde. „Vielleicht sammeln sie auch schon eine kleine Truppe, um uns in den Rücken zu fallen; daher gibt es nur eine Lösung, Hauptmann: Räuchert dieses Nest aus!“, sprach Namur. „Mit Freude, mein Baron“, antwortete Josper.
„Wollt ihr das Dorf wirklich ausräuchern?“, fragte Trottbert mit ernster Miene, nachdem Josper das Zelt verlassen hatte. „Mitnichten, die Schratentaler sind doch unsere direkten Nachbarn und häufige Gäste auf unserem Markt. Der Krieg wird auch wieder aufhören und da dürfen wir es uns nicht mit allen verscherzt haben. Zudem habt ihr ja gemeint, dass nur ein kleiner Teil der Angreifer Schratentaler waren. Wahrscheinlich besteht der Rest aus Gefolgsleuten Morena Breitschuhs. Nein, diesmal werden WIR sie mit List und Tücke schlagen.“
Am nächsten Morgen marschierte eine Rotte Drifter Garde zusammen mit den Kemlarschen Waffenknechten aus dem Lager der Belagerer. Einige Zeit später verließ der Rest der Garde in voller Kampfmontur und mit ihrem Hauptmann an der Spitze das Lager und folgte dem ersten Zug mit einer Meile Abstand.