Koscher Gerüchteküche - Nächtlicher Überfall

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Texte der Hauptreihe:
K5. Nächtlicher Überfall
1033 BF
Nächtlicher Überfall
Freudige Neuigkeiten

Kapitel 5

Am Trolleck
Autor: Geron

Hügelsaum, 1033

Ein kleiner dunkler Raum, der nur von einem kleinen Feuer im Kamin aufgehellt wurde. Eine Gruppe Männer und Frauen saß um den Tisch.

Person 1:„Wir können uns das nicht gefallen lassen, Herr. Wenn wir zulassen, dass sie uns weiter auf der Nase rumtanzen, verlieren wir die Kontrolle.“

Person 2: „Ja, sie verdienen eine Reaktion, die sich gewaschen hat.“

Person 3:„Unsere Mannschaften sind doch ohnehin wegen dem Fest in der Stadt und wir haben doch einen der Unseren in ihren Mauern. Er könnte uns die Tore öffnen.“

Person 4: „Du weißt, dass ich sonst nicht für solche Sachen zu begeistern bin, aber wir sollten uns wirklich angemessen revanchieren.“

Person 5: „Gut, lasst die Mannschaften antreten. Sie sollen sich in Bereitschaft halten.“ Er nickt einem kräftigen Mann zu. „Ihr werdet sie anführen. Wir übrigen werden dort erst einmal eindringen und ein paar Dinge auf den Kopf stellen. Wenn wir das geschafft haben, werdet ihr mit euren Leuten losschlagen und ihnen eine Überraschung bereiten, die sich gewaschen hat. Und instruiert auch unseren Mann, damit er uns einlassen kann und er soll ihnen was ins Essen mischen.“

Die übrigen Anwesenden nickten und machten sich an die Vorbereitungen.

Einige Stunden später

Das Seitentor schwang auf.
Darauf hatten die Männer und Frauen nur gewartet. Aus den Schatten erhoben sich Gestalten und huschten auf den Zugang zu.
„Schlafen sie alle?“
„Tief und fest. Die wachen so schnell nicht auf.“
Die Gestalten grinsten wölfisch und schwärmten aus.

Eine halbe Stunde später wurde eine Fackel ein paar Mal auf der Mauer hin- und hergeschwenkt.

Ein dumpfes Horn ertönte in der Nähe. Das Zeichen war angekommen.

Balinor gab das Zeichen und seine Leute begannen mit ihrer Arbeit.
Dumpfe Trommeln und Sackpfeifen dröhnten durch die Nacht. Das Musikensemble „Donnerschlag Barabein“ lief zu Hochtouren auf. Sie spielten ihre Instrumente nicht immer richtig, aber dafür mit umso mehr Begeisterung. Auf einen Wink hin setzte dann auch der Zwergenchor „Donnerhall“ ein. Dumpfe Bässe sangen das Koscher Lied mit einer tiefen Innbrunst.

Über dem Thurm Has stieg langsam die Sonne auf. Fensterläden wurden aufgeschlagen und verschlafene Gestalten blickten entsetzt auf das Spektakel, das sich vor ihren Augen abspielte.
Just in diesem Moment spendierte der Baron von Sindelsaum eine Runde Freibier im Gasthaus „Zur Brücke“, während die Gäste andächtig auf das Spektakel in Hügelsaum blickten. Mittlerweile war der ganze Ort wach und schon bald machten allerlei Gerüchte die Runde. Mechte und Thalian Has von Hügelsaum waren angeblich in ihrem Raum eingeschlossen worden. An sich keine schlimme Sache, aber die Unzahl der von ihnen gezüchteten Hügelpüschel machten die Situation dann doch etwas ungemütlich. Die eher laute als gute Musikuntermalung im Hintergrund schien die Edlen noch mehr zu erbosen. Mechte bewarf die Musiker und Sänger gar mit Kleidungs- und Möbelstücken, was die Musiker jedoch nur zu neuen Höchstleistungen anspornte. Einzig Schuhe warf sie nicht, denn alles Schuhwerk im Thurm hing am Kronleuchter im großen Saal, so erzählte man sich zumindest in Sindelsaum und noch so manch andere Geschichte machte die Runde. Angeblich steckte der Baron hinter diesem Streich, doch wer konnte das schon so genau sagen?