Koscher Gerüchteküche - Auf Grauensee

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1033 BF
Auf Grauensee
Am Trolleck

Kapitel 7

Autor: Geron

Grauensee, 1033

„Mein Graf, Ihr müsst jetzt Stärke zeigen.“
„Ich weiß nicht recht, Voltan. Ich bin doch kein Ritter und schon mal gar kein Heerführer.“
„Wilbur. Einer Euer Barone wurde auf seinem eigenen Land von Vogelfreien besiegt und die Troll-Barlatz-Wälder sind für Reisende kaum noch zu passieren. Vor kurzem erst soll ein wichtiger Wagenzug an den Fürsten verschwunden sein. Wenn ihr jetzt nicht handelt, wird es der Fürst tun und das würde Eurem Ansehen schaden.“
Reto würde sich an die Spitze eines Heeres stellen und das Problem aus der Welt schaffen, aber ich bin kein Ritter und ein Heer habe ich auch nicht. Meine Vasallen machen sich alle gen Wengenholm auf. Wo soll ich da ein Heer herbekommen?“
„Wir machen das schon, Wilbur. Du rufst deine Vasallen aus Zwischenwasser zusammen und beorderst die Spießgesellen nach Metenar. Dort sollen sich auch deine Vasallen sammeln. Es wird sich lediglich um eine Bande Vogelfreier handeln. Da sollten wir leichtes Spiel haben, außerdem steht dir Hernobert bei. Der weiß, was er tut.“
„Meinst Du wirklich, dass es so einfach wird?“
„Aber natürlich. Der Troll Barlatz wird ja wohl kaum im Wald sitzen und die Leute aufessen. Wenn Du jetzt zeigst, was in dir steckt, werden die Spötter verstummen.“
„Du hast Recht. Dann werden sie mich nicht mehr wie einen kleinen Jungen behandeln. Bring mir die Dokumente.“
„Hier sind sie. Ich habe sie bereits vorbereitet.“
„Wie immer, Voltan. Du bist stets so gut vorbereitet.“

Etwas später auf Burg Ibeck
Ermst vom See drehte die Münze versonnen in seiner Hand. Wilbur würde also in den Krieg ziehen. Er konnte das nur begrüßen. Es wurde Zeit, dass er seinen Vasallen zeigte, wer der Herr im Hause war. Dennoch machte Ermst sich große Sorgen. Wilbur war kein Feldherr. Er war ja nicht einmal Ritter. Doch er hatte gute Berater unter seinen Vasallen in Zwischenwasser. Das würde schon klappen, zumal es nur gegen Vogelfreie ging.
Was Ermst jedoch noch mehr mit Sorge erfüllte war, dass Wilburs Heer für die Aufgabe zu klein war. Wenn das ruhmreiche Bergbanner von den Banditen besiegt werden konnte, brauchte man schon ein paar mehr Truppen, als sie Wilbur jetzt aufbieten konnte. Es war einfach zu ärgerlich, dass zur selben Zeit der Krieg im Wengenholm erneut aufflammte und die meisten Kontingente dorthin zogen. Es war wohl an Ermst, einige Verbündete zu werben. Egal ob mit Erinnerungen an alte Bande, oder mit der Aussicht auf reiche Belohnungen. Ermst hatte seinen Entschluss gefällt.
„DIENER! Macht die Barke bereit. Ich werde für eine Weile verreisen.“