Heerzug gegen Haffax - Auf dem Marsch I

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Mitte Rahja 1039, Tobrien

„Ha. Ha.“ Alvide von Eichental trieb ihr Pferd zu einem immer schneller werdenden Galopp an. Hinter ihr hörte sie die trommelnden Hufe der übrigen Reiter. Armbrustbolzen zischten an ihr vorbei, doch dann war sie heran. Ihr Pferd fegte einen ersten Streiter aus dem Weg. Ein Streich mit ihrem Schwert fällte den zweiten Armbrustschützen. Eine junge Magd versuchte sie mit einem Speer aus dem Sattel zu stoßen, aber Niam Josmene von Eichsteins Pferd fällte die Frau und zermalmte ihren Brustkorb mit seinen Hufen, während Niam mit ihrem Schwert einen weiteren Armbrustschützen fällte.

Alvide hatte keine Gegner mehr vor sich. Ihr Pferd hatte sie geradewegs durch das Kampfgetümmel getragen. Eilig wendete sie ihr Ross und verschaffte sich einen Überblick. Der Kampf war bereits vorüber. Der Großteil der Angreifer war bereits niedergemacht worden. Einige Gestalten versuchten zu fliehen, aber Elida von Bärenstieg setzte ihnen mit einigen Waffenknechten nach. Während Holdwin von Falkenhag-Zandor mit seinen Leuten die Umgebung sicherte sattelten Niam und Alvide ab. Sie wussten bereits was sie erwartete. Der Großteil der Angreifer waren einfache und schlecht ausgerüstete Bauern gewesen. Angeführt hatten sie zwei erfahrene Söldner, die wohl auch dafür gesorgt hatten, dass sich die Landleute überhaupt in den Kampf wagten. Sie hatten der Koscher Patrouille am Rand eines kleinen Wäldchens aufgelauert und ihre Armbrüste auf sie abgeschossen. Der Kampf danach was äußerst ungleich gewesen. Und doch hatten drei Koscher, darunter Edelbrecht von Garnelhaun den Überfall mit dem Leben bezahlt.

Nachdem sie die Verwundeten notdürftig versorgt hatten und die Waffen ihrer Angreifer eingesammelt hatten und auch Elida mit zwei Gefangenen zurückgekehrt war luden sie ihre Toten auf die Pferde und kehrten zum Heer zurück. Hoch oben über ihnen zog ein Karakilim seine Kreise, aber er schien von ihnen keine Notiz zu nehmen. Es handelte sich wohl um einen der feindlichen Späher.

Als sie am frühen Abend wieder beim Heer ankamen erstatten sie dem Wehrmeister Bericht. Am Abend versammelten sich die Schlachtreiter und viele der übrigen Koscher zu einer Zeremonie, die ihnen mittlerweile allzu bekannt vorkam. Nachdem ein Segen gesprochen worden war wurde der kleine Scheiterhaufen angezündet und die Flammen verzerrten die drei Schlachtreiter, die hier so fern der Heimat bei einem Scharmützel den Tod gefunden hatten, welches für keine der beiden Seiten irgendeinen Vorteil gebracht hatte.