Handelshaus Gebrüder Stippwitz

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Handelshaus Gebrüder Stippwitz & Söhne

Für die Stadt Angbar sind die Junker zu Stippwitz seit Generationen eine prägende Familie. Seitdem die Landadeligen in die Stadt gezogen sind, um Handel zu treiben, haben sie mit den ihnen eigenen Fertigkeiten – Geschäftssinn, Zungenfertigkeit, Kontakten und Geld – in der Handelsgilde und dem Rat der Zünfte die führende Stellung eingenommen. Sie stellten drei Reichsvögte in der Vergangenheit und zahlreiche Räte und Greven. Der Reichtum des Handelshauses ist seit etwa einer Generation schon sprichwörtlich. Dieser Reichtum verschaffte der Familie seinen weitreichenden Einfluss, am Fürstenhof, bei den Adelsfamilien des Kosch und bei den Handwerkern in Angbar. Mit den Fuhrleuten stehen sie auf Kriegsfuß und können lediglich auf die Unterstützung der Familie Kobernhaim zurückgreifen. Der Aufbau eines eigenen Transportwesens scheiterte bisher am Zusammenhalt der Fuhrleutegilde und – nicht zuletzt – an Odoardo Markwardt.

Geschichte des Handelshauses

Den Grundstein des Handelshauses legte Argande zu Stippwitz, indem sie vom Junkergut Stippwitz in die Stadt zog, um die Erzeugnisse ihres Bruders direkt an die Bürger zu verkaufen. Zu diesem Zweck erstand sie ein kleines Kontor am Altmarkt, in dessen Dachgeschoss sie Quartier bezog. Als dann Junker Albertin »mit dem Beutel« zu Stippwitz nach Angbar üpbersiedelte, der Neffe der geschäftstüchtigen Argande, legte sich die Familie ein neues Kontor am Fischmarkt und eine Lagerhalle zu und wechselte vom Großbauerntum zum Händlertum über. In jener Zeit – etwa 928 BF – zog es manchen der ärmeren Landadeligen in die Stadt, um dort ein neues Auskommen zu finden. Albertin gab zwar das Gut Stippwitz nicht gänzlich auf, doch verkaufte er sämtliche Ländereien an den Baron von Rohalssteg und baute mit diesem Capital das Handelshaus Bantrasch & Junker zu Stippwitz auf. Der Teilhaber des Handelshauses war der Hügelzwerg Bantrasch Sohn des Berosch, der es den Junkern überhaupt erst ermöglichte, in dem von Hügelzwergen dominierten Handel des Kosch Eingang zu finden und sich behaupten zu können. Der Handel mit Holz und Getreide bestritt dann auch die ersten Jahrzehnte die Einkünfte der Familie.

Nur der Erstgeborene übernahm das Geschäft, Beregond zu Stippwitz, während seine Schwester als Ritterin in Weiden bekannt wurde und schließlich das Herz Leomars von Löwenhaupt gewann, des Großvaters des weitaus bekannteren Herzogs Waldemar der Bär. Der jüngste Sohn, Gishelm, trat in die kaiserliche Verwaltung ein und begründete den Zweig der Familie, der bei weitem am meisten politischen Einfluss hatte – bis zum Krieg mit dem Daimonenmeister, zu dem Pfalzgraf Perainor von Stippwitz-Sappenstiel überlief und der den Leibkämmerer des Reichsbehüters, nämlich Raul zu Stippwitz, seines Brotherrn beraubte. Zurück zu Beregond, dem die Zwerge den Ehrennamen »Hängenicht« verliehen (warum weiß man nicht; doch soll Odoardo Markwardt diese Information von einem alten Hügelzwerg erhalten haben und sie bis zu einem geeigneten Augenblick zurückhalten): Er kaufte Bantrasch aus dem Geschäft aus und erweiterte den Handel bis nach Gareth. Begünstigt wurde der Aufstieg des Hauses durch den greisen Vater, der in jenen Tagen für kurze Zeit das Amt des Reichsvogtes innehielt. Beregond erzog seine Kinder bürgerlich und bereitete sie auf die Zukunft als Kaufleute vor: Garbo d.Ä. wurde der geschickteste Feilscher der Märkte Angbars, Praiodane besuchte mit Erfolg das Rechtsseminar beim Greifen in Beilunk und Eberwulf wurde fürstlicher Stapel- und Wägemeister (ein Amt, das er von seinem Schwiegervater Ernobert Hambloch übernahm). In späteren Jahren wurde er als Reichsvogt »von Ewigkeit zu Ewigkeit« berühmt und prägte die Stadt Angbar als deren Oberhaupt über Jahrzehnte.

Bisherige Leiter des Handelshauses

Wichtiger Teilhaber

Albenhuser Bund

Das Handelshaus Gebrüder Stippwitz hat sich sehr für die Gründung des Albenhuser Bundes eingesetzt, sieht man doch in ihm die Möglichkeit, Händler aus dem Außerkosch zumindest am Großen Fluss dominieren und das allgemeine Geschäftsrisiko verteilen zu können. Gobrom zu Stippwitz gilt als einer der Architekten der Händlervereinigung.

(BB)

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