Gisbrun räumt auf - Auf dem Weg nach Schröterbach

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Texte der Hauptreihe:
K2. Auf dem Weg nach Schröterbach
Bor 1033 BF am Mittag
Auf dem Weg nach Schröterbach
Ein Herbsttag in Sindelsaum

Kapitel 2

Alleine im Wald
Autor: Geron

Boron 1033, Hügelsaum

„Du sollst im Wald nach Räubern suchen? Spinnst du denn jetzt völlig“ keifte Alma Wangenmoos ihren Gatten an.
„Aber das war ja gar nicht meine Idee.“ Rechtfertigte sich Gamsbart „Der Baron hats mir befohlen.“ „Dann werde ich dem mal ein paar Takte dazu sagen.“ Rief Alma. „Will er mir denn den Mann wegnehmen?“ sie schien nun fast hysterisch zu werden.
„Aber Liebes, die Räuber sind ja vermutlich ganz woanders und gar nicht bei uns im Wald, sonst hätten sie ja auch hier schon mal ihr Unwesen getrieben. Außerdem werde ich nicht besonders stark nach ihnen suchen. Ich geh für ein paar Tage hoch nach Schröterbach und schau mich ein wenig um. In vier Tagen bin ich wieder da. Der Barthalm von Rohenforsten kommt mit seinen Leuten auch hoch, die sind ja alle kampferprobt.“ Gamsbart glaubte seinen Ausführungen selber nicht, aber Alma schienen seine Worte zu beruhigen.
„Wirst du denn bloß vorsichtig sein?“ Flehte sie ihren Gemahl an. Dieser nickte beflissen und nahm sie in den Arm.
Als Gamsbart am nächsten Morgen aufbrach schien ihm sein Auftrag gar nicht mehr so schlimm zu sein. Er würde um Schröterbach herum ein wenig im Wald rumschauen und dann wieder heimgehen. Heute würde er ohnehin fast den ganzen Tag unterwegs sein, aber da sich das Wetter gebessert hatte und sogar die Sonne schien machte er sich recht beschwingt auf den Weg nach Schröterbach.
Am späten Nachmittag kam der Gutshof der Ritterin Larona von Bardostein in Sicht. Ihr Gut Schröterbach begann sich langsam aber sicher in eine kleine Burg zu verwandeln fand Gamsbart, denn die rondrianisch eingestellte Ritterin war wohl nicht damit zufrieden auf einem einfachen Gutshof zu wohnen. Wobei? Befestigte sie ihren Hof vielleicht etwa weil sie hier ganz schön abgeschieden war und sich im Wald wüste Räuber rumtrieben? Mit einem Mal wurde Gamsbart wieder ganz anders.
Als Abgesandter des Barons wurde Gamsbart freundlich empfangen und gut bewirtet. Man kannte sich natürlich, immerhin kamen die Schröterbacher immer zum Markt nach Sindelsaum. Von Räubern hatte man hier freilich nichts bemerkt, aber Larona versprach ihre Leute morgen ebenfalls auszuschicken. Das war zwar nicht im Sinne seines Auftrages, aber Gamsbart fühlte sich bei dem Gedanken besser, dass die abgebrühten Waffenknechte der Ritterin ebenfalls im Wald waren. Gisbrun von Treublatt, der Sohn des alten Robans, war ebenfalls mit einigen Leuten unterwegs, um die Räuber aufzutreiben. Es schien also nur so von Bewaffneten zu wimmeln, da waren die Räuber sicher schon in Deckung gegangen. Beruhigt schlief Gamsbart des Nachts ein.