Fürstliches Ritterturnier zu Angbar

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Ausgabe Nummer 6 - Efferd 1015 BF

Rondra zur Ehre, Rahja gefällig
An den Hof zu Angbar lud Seine Durchlaucht Blasius, Fürst vom Eberstamm zum Großen Ritterturniere an den Iden des Praios im 28. Jahre Seiner Regentschaft, oder dem 22. nach des Kaisers Zeit. So kamen sie all dem Rufe zu folgen, die Grafen und Barone, die Ritter, Junker und Edlen; und viel Volk obendrein, Bürger und Bauersleut‘. Und dies ist der wahre Bericht von den Geschehnissen und Taten, wie ich‘s mit eig‘nen Augen sah und wie es eingehen soll in die Annalen des Landes, gegeben von mir, Hernbert von Falkenhag, Edler zu Angbar, Fürstlicher Hofherold und Wappenherr, für jetzt und für alle Zeiten (Amtsiegel). So vernehmet nun:

Zwei mal sieben Tage nach dem Lichtfest war, und die Zeit des Tages, da Praios‘ Antlitz am höchsten stand über dem Dererund, da erschollen die Pauken und Trompeten auf dem Brodilsgrund vor der Stadt. Voll freudiger Begierde wartete die Menge, die sich auf beiden Seite der hölzernen Tribüne versammelt hatte, und plötzlich verstummte ein jeder, als vom anderen Ende der Kampfbahn ein einzelner Reitersmann im Galopp herannahte.
Vor der Loge mit dem Keilerwappen zügelte er sein Roß, und als sich die ihn umgeben Staubwolke gelegt hatte, sah man, daß es ein Ritter war, ein Hüne von Gestalt, vollkommen in schwarzen Panzer gerüstet, nur sein Schild weiß, mit dem Zeichen des Raben versehen. Auch sein Helmzier war das Boronstier, mit seinen prachtvoll ausgebreiteten Schwingen kunstvoll und Respekt einflößend zugleich. Dies war kein gewöhnlicher Recke, und auch keiner jener bornländischen Reiter, die man die Geflügelten heißt.
Der schwarze Ritter senkte seine Lanze zum Gruße, und verharrte sodann regungslos im Sattel. Fürst Blasius aber erhob sich von seinem Throne und sprach mit machtvoller Stimme: „Wer seid, Ihr, Ritter auf dem weißen Roß, daß ihr hierher kömmet, gerüstet und in Waffen an einem Tag des Festes? Was ist Euer Begehr? Sprecht!“
Da lüftete der Fremde sein Visier mit den Rabenschwingen, und es gab etliche in der Menge, denen sein Antlitz ein vertrautes war, und sie raunten einander Namen und Titel des Ritters zu. „Ihr kennt mich, mein Fürst. Man heißt mich Nottr Halderlin, den Elfenfreund, und ich bin gekommen, Euch Botschaft zu bestellen: Die Ritter und Edlen des Landes sind allesamt versammelt, sich zu turnieren Rondra zum Ruhme und Euch zu ergötzen!“
„So laßt sie herein, Ritter, auf daß sie wacker streiten mögen in edlem Geiste. Doch zuvor empfangt für Eure Botschaft dies, Herr Nottr, und seid uns Marschall und Richter der Spiele!“ Mit einer Verneigung im Sattel nahm der Baron von Twergentrutz den Stab aus der Hand Seiner Durchlaucht entgegen, und großer Beifall brandtete auf, als nun die „Kündung des Boten“ vorüber war, die seit jeher die Fürstlichen Turniere von Kosch eröffnet. Nun sah man unter Hörnerklang und Paukenschlag die edlen Ritter in Dreierordnung hereinparadieren. Mit blitzenden Rüstungen und funkelnden Helmen, ihren guten Wappenschilden, den geschmückten Rössern und den bunten Wimpeln war das ein fürwahr prachtvoller Anblick, wie ihn besser nicht einmal ein Meister mit Pinsel und Farbe auf Pergament hätte zaubern können. Dies waren die Edelsten des Landes, nichts und niemand hätte anderes vermuten können, und das Volk jubelte ihnen zu. Nachdem sie sich nun all gezeigt hatten, und vor dem Fürsten das Knie gebeugt hatten, da war's an der Zeit, daß man den Göttern den Respect erwies. Die Schwertschwester Xanéis Schwertfrieden vom Angbarer Haus der Löwin von Alveran ging ihren Brüdern und Schwestern voran, als gemeinsam bat Praios, die Festlichkeit zu schützen und die himmlische Ordnung auf Deren auch in diesem Turnei zu wahren, Rondra, die Herzen der Streiter zu stärken und sie aufs trefflichste fechten zu lassen, Ingerimm, ihnen die Waffen und Panzer zu segnen, Rahja, den Versammlten Freude und Ausgelassenheitt zu bescheren und Boron, die wackeren Reiter noch lang zu verschonen. Abermals erklangen die Fanfaren, und das Turnier ward eröffnet.
Dem Volke beließ man es, sich in allerlei Belustigungen zu ergehen, den Knappen und Gefolgsleuten das Ringstechen und die Schützenwettbewerbe, bei Zweikampf zu Pferde und Lanzengang aber, den wahren Disciplinen, zeigten die Edlen ihre Künste mit Schwert und Lanz’!
Als nun der Wettsreit seinen Lauf nahm, da sah man mit verwunderung, daß da der Schild mit der Schetzenecker Koschammer als einer der ersten von seinem Träger in die Schranken getragen wurde. Graf Helkor selbst war es, der da nach so langer Zeit der Gram zum Kampfe antrat! Die junge und kühne Rittfrau Elza zu Wünschreyt bekam zu ihrem Unglück spüren, warum Seine Hochwohlgeboren seinerzeit beim Garderegiment „Goldene Lanze“ bis in den Hauptmannsrang aufgestiegen war. Schon im ersten Anlauf wurde sie aus dem Sattel gehoben, und noch viele nach ihr.Obgleich um wenigsten zwanzig Jahre älter als seine Gegner, drang Graf Helkor doch auf sie ein wie der sturmwind von den Gipfeln in die Ebene fährt, oder die Felsen im Gebirge zu Tale poltern. Durch mehr als ein Dutzend Waffengänge blieb der ergraute Recke siegreich, bis niemand mehr den Mut aufbrachte, ihm entgegenzutreten und er sich unbesiegt auf die Tribüne zurückzog, wohl „um den Jüngeren die Schande zu ersparen“, wie manch ein Bebachter meinte.
Auf der Grafenbank saßen überdies die übrigen Hochwohlgeborenen Herren, Orsino von Falkenhag und Growin zu Ferdok, sowie mitten unter ihnen der junge Erlan von Wengenholm, der doch seinem Vater alle Ehre machte und wahrlich einen würdigen Nachfolger und Erben darstellte.
Auf der Kampfbahn turnierte man sich derweil wacker, und ruhmeswert war wohl manch ein Treffen: Der erfahrene Ritter Lorbin vom Klamm warf Herrn Meinerzhagen vom Bregel gleich im ersten Ansturm aus dem Sattel, so daß dieser sich beim Fall sein linkes Bein bös verletzte.
Rondrian Al'Caszel, der Sohn des Obristen zu Ugdalfshöh brach der Lanzen ganze achte mit Junker Kien vom Pflögbaum, bevor sie die Entscheidung auf den Schwertkampf vertagten, während Junker Relf von Angenbrück, wohl noch geschwächt von seinen im Kriege erlittenen Wunden, sich weder gegen den Angbarer Gardereiter Glidfyr von Albsenk noch gegen den fahrenden Ritter Tacosnachos Ui Ocixem auf dem Pferde halten konnte und für die Tjoste ausschied.
Viel Aufsehen erregt auch die tulamidische Kriegerin Sjashana Charim, der es mit großem Geschick gelang, den Edlen Riseron zu Uztrutz zu bezwingen. Als sie auch gegen Ritter Derwart von Marking siegreich blieb, da ward sie ein Liebling des Publikums.
Und wie sie stritt ein jeder Recke im Turniere tapfer und rondragefällig, so daß man nicht sagen konnte, wer da die übrigen übertraf an Ehre und Ruhm.
Zum Abschluß des ersten Turniertages verlustierten sich die Herrschaften beim großen Feste im Angbarer Schloß, zu dem der Fürst und seine Schwester, Ihro Excellenz Reichsrätin Thalia geladen hatten.
Man amüsierte sich bei Speis und Trank, und Tanz und Scherz auf die ergötzlichste Weise. Besonders die jungen Edlen genossen die Lust der höfischen Gesellschaft, einzig Herr Hilderich von Süderland, ein Recke aus dem Gefolge des Turniermarschalls, gab sich freudlos wie ein Dualist. Wie der Twergentrutzer selbst war auch dieser in den Rock der Golgariten gehüllt, und gab sich schweigsam, gerade so, als habe er die Weihe im Namen des Herrn Boron empfangen.
Als ihn die liebreizende Frein von Unterangen und zwei ihrer Freundinnen während der Feierlichkeiten in eine Plauderei verwicklen wollten, und sich einige Streiter zu der Runde gesellten, die ebenfalls danach trachteten, aus dem Munde des Weitgereisten etwas vom letzten Kriege in den südlichen Gefilden zu erfahren, da hub der Ritter Hilderich an, eine gar grausliche Geschichte zu erzählen. Von den Untaten der verderbten Söldlinge Al'Anfas erzählte er, und von den Schrecken der tödlichen Khomwüste, von Belagerung bei menschenvernichtender Hitze und Tod im heißen Staube, nicht achtend der zarter gearteten Naturen unterden Anwesenden. Erst als der Marschall ihn um seine Dienste ersuchte, hielt er inne, und hinterließ einen fürwahr denkwürdigen Eindrucke bei der Schar seiner Zuhörer. Am nächsten Morgen kam es zu der mit Spannung erwarteten Begegnung, als Hauptmann seinen Vorgesetzten und Freund Leybhardt von Shegansburg herausforderte. Schelligkeit und Erfahrung zeigte sich Stärke und Größe überlegen, denn trotz seiner Kriegsverletzung gelang es dem edlen Leybhardt, seinen Gegner durch eine gezielten Treffer zu entwaffnen. Doch am Ende hatte Tachonachos sich der Edlen Vrela Thiren zu Alt-Ferdok entledigen können, und stand so schließlich dem Streiter mit dem Burgenwappen gegenüber. Aller Augen erfolgten gespannt Attacken und Konter, Ausweichen und Abfangen von Hieben. Welch ein Duell, anzusehen jedem Rondrajünger eine seltene Freude! Allein, es konnte nur einer der Recken obsiegen, obwohl es bis zum Ende, als Schilde zerschlagen, Panzer zerbeult und Schwerter schartig waren, nicht klar war, wer von beiden den entscheidenenTreffer schlagen würde. Selbst als der edle Tachonachos dem Offizier die Waffe duch gewalt’ge Wucht beinah aus der Rechten geprellt hatte, ließ er ihm ritterlich Zeit, sich wieder zu fassen. Doch wenig später schien es endgültig entschieden — der Nordmarker Kämpe hob seine Klinge zum vernichtenden, nicht zu parierenden Schlag, als der Herr Leybhardt mit ungeahnter Schnelligkeit seine Verteidigung für einen raschen Angriff fallenließ. Erfolgreich — dem überraschten Ui Ocixem blieb keine Zeit für einen Konter, der Kampf war zu Ende. Da trat ein Knappe hinzu, dem Turniermarschalle Botschaft zu bestellen. Herr Nottr tat einen Blick auf die Zeilen, und sprach zu den Versammelten: „Bei Marbos Milde— wiederum der Ritter Falk! Noch einaml will er's ausfechten, unserem Rhondûrer Treffen zum Trotze. Der Strolch! Meinen Helm, und auf zum Spabrichts-Hügel!“ So sprengte der Golgarit alsbald zum verabredeten Orte, während die Übrigen erstaunt zurückblieben, glaubten sie doch die Ehrenrage der beiden Herren und damit allen Hader zwischen ihnen seit dem Feste des Barons von Metenar zu Gunsten des Twergentrutzers beigelegt. Herr Nottrs Gefolgsmann Hilderich aber erstaunte wohl, als er nur wenig später den fraglichen Ritter Falk erblickte, wie dieser, friedlich vor seinem Zelt lagternd, sich gerade anschickte, eine kleine Kräftigung zu verzehren: „Ihr hier? Was ist mit Eurem Streite?“ In der Tat, dem wack'ren Siebentaler Recken war die Forderung gänzlich unbekannt, doch erboste er sich sogleich: „Strolch nannt' er mich? Den werd' ich's lehren!“ Bevor noch Ritter Hilderich ihn halten konnte, da war der Kämpe auf und davon, seinem Gegner nach. Jener war indes bei Spabrichts Hügel angelangt und zügelte sein Roß, war doch der Siebentaler nirgends zu erblicken. Ehe er noch darüber nachsinnen konnte, was es mit dieser seltsamen Forderung auf sich haben könne, brachen mit einem Mal drei Reiter aus dem Gehölze am Fuße der Anhöhe und stürmten mit großem Kriegsgeschrei auf Baron Nottr ein. „Für Boron!“ entgegnete dieser, schloß sein Visier, und senkte den Speer. Keiner der drei war der erwartete Barborn, denn alle trugen sie auf ihren Schilden das gleiche Wappen: zwei grüne Querblalken auf rotem Grunde. Den vordersten der Feinde hob der Baron im ersten Anstrum aus dem Sattel, doch dann drangen sich die beiden verbliebenen — Rondra mögen sie verderben! — schändlich von beiden Seiten und zugleich auf ihn ein. Seine Lanze zerbrach wider den zweiten der Schurken, so daß ihn der dritte zu Boden warf. Wohl hätte es schlecht um Hochgeboren Halderlin gestanden, wäre nicht just in diesem Augenblick der Ritter Falk am Orte des Geschehens eingetroffen wär. Schnaubend vor Wut, erkannte er doch, woher die Wasser flossen, und säumte sich nicht, seinen alten Kontrahent und Kampfgefährten Nottr zur Hilf‘ zu eilen. Wär nicht sein braves Roß bei rasanten Ritt hügel‘nab ins Straucheln gekommen, nichtst und niemand hätte dem Siebentaler widerstehen können. So aber stand‘s drei wider zwiee, von denen einer noch zu Fuß war. Doch eilte Hilfe herbei, der Ritter Hilderich mit vier anderen eiligst herbei gerufenen Edlen und deren Reisigen, und so war es doch ein leichtes, den Schurken den Garaus zu machen , und sie allesamt gefangen zu nehmen. Doch offenbarte sich, wer sich da wider den Twergentrutzer Herr verschworen hatte. Denn von den dreien erlag einer wenig später seinen Wunden, wogegen die beiden anderen Halunken sich als ganz gewöhnliche, wenn auch gewissenlose Söldlinge erwiesen. Von welchem Oberschurken die sie gedungen waren, daß wollten die finsteren Gesellen nicht preisgeben, so daß man sie einstweilen in den Kerker warf. Seit jeher und auch diesmal stand ein Gegenüber aller wettsreitenden Kämpen am letzten Tage des Turnieres an, eine gar staubige und oftmals auch für Leib und Leben gefährliche, wenn auch nicht wenig ehrenreiche Angelegenheit. Die Partei des Grafen Helkor stand auf der einen Seite, die Anführerin der anderen war Efferdane vom Eberstamm, des Fürsten eigene Nichte. Die übrigen Ritter hatten sich einem der zwei zugesellt, doch prüfte der Marschall streng, ob die Scharen auch von Zahl und anderem des Turnieres und einander würdig seien. Dann erst fiel sein Stab als Zeichen, und die Heerhaufen stürmten mit aller Hast und Kraft über die Bahn hinweg auf einanander zu.
Der erste Ansturm ließ bereits ein halbes Dutzend Kämpen bei der Seiten zu Boden gehen, so daß ihnen die Knappen zur Hilf' eilten. Noch einmal geschlossene Schlachtreihen zu formieren mochte keiner der beiden Parteien gelingen, und es entbrannte ein munteres Gestech allerorten. Ein Trio von Rittern focht amazonengleich, den drei Kriegerinnen waren's da, die da der Löwin wohlgefälligst stritten — neben der Prinzessin Efferdane selbst die Garde-Obristin Govena Glaldis, und die Ritterin Samia von Ödenhof, die so lange in fremden Landen weilte. Die Menge sparte nicht mit Jubelrufen für die drei, doch auch die übrigen wackeren Recken verlohnten sich üppigen Beifall in diesem Gefechte. So ging die Zeit des ritterlichen Streites zu Ende, und die Stunde des Abschlußbankettes war gekommen, zu der sich alldie Edlen wiederum in Schloß Thalessia einfanden. Nebst all den köstlichen Speisen und geistigen Trünken, wurden auch die verdienten Recken des Wettkampfes von Seiner Durchlaucht ausgezeichnet. Die tapfere Obristin aber, Govena Glaldis, ward mit dem Edlentitel ausgezeichnet, „was schon längst and der Zeit war“, wie sich seine Durchlaucht gegenüber dem Grafen von Ferdok ausdrückte.
Nicht lange freuten sich die Geehrten, da sprach der Fürst erneut zu den Versammelten, doch diesmal waren es gewichtige Affären des Landes, die ihn dazu bewegten. „Hört meine Edlen, was beschlossen ist. Noch praiosgefälliger, und zugleich von zwergischer Geschäftigkeit soll Unser Regiment in Zukunft sein. Drum wollen Wir fürderhin einen steten Hofrat einberufen, sieben weise und verdiente Würdenträger, die Unseren Ratschluß stärker mögen. Erster unter ihnen soll Unser Seneschalk sein, der hochgeschätzte Duridan, Ritter von Sighelms Halm. Genau so ist's und steht's geschrieben…“ So kündigte Seine Durchlaucht vom Inhalt der Bulle, die als Proclamatio principis populo sogleich auch allenthalben von den Herolden unters Volk getragen wurde. An den Tafeln aber erhob sich ein allseitiges Gemurme ob der Neuigkeit, doch war das Lob der Vasallen für die fürstliche Entscheidung groß.

Da erhob der Fürst sich ein drittes Mal, um zu seinen Getreuen zu sprechen. „Ihr Leut‘, Ihr Damen, Herren wohl! In Einigkeit und Rondras Geiste, und Rahjas Segen obenauf, so sehen Wir Euch sitzen hier. Und so soll‘s immer sein bei Rondras Jüngern, in guten wie in schlechten Zeiten. Und laßt Euch's sagen, daß Wir wohl den Zwölfen danken dafür. Da aber keiner unter unseren Vasallen ist, den wir weniger als die anderen, seien Uns alle Getreuen ritterliche Gesellschaft.“ So ward die Angbarer Gesellschaft eingerufen, die so geehrten Vasallen des Fürsten engster Ritterkreis. Kein Orden soll es sein wie die heiligen Bünde, sondern eine lockere Bruderschaft der Freunde und Genossen. Doch nicht vergessen werden soll das Schicksal jener 42 Getreuen, die mit dem Fürsten den Orken entgegenzogen und niemals mehr zurückkehrten vom Feld der Ehre. Fürwahr, so ist es geschen zu Angbar, und so eilt die Kunde über das Land von den ritterlich Taten und Begebenheit der drei Praiosläufe, und auf ewig soll man die Tapferen preisen ob der Ruhmesdinge, die sie vollbrachten an den Iden des Greifenmondes. Auf daß sich dieses wiederhole!