Fürst Blasius verstorben - Das Koscherland in tiefster Trauer

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Kosch-Kurier Extrablatt - 1041 BF

Fürst Blasius verstorben
Das Koscherland in tiefster Trauer

Schlimm war, was Hof-Herold Hernobert von Falkenhag am frühen Morgen des 16. Travia zu verkünden hatte: Fürst Blasius vom Eberstamm hat am Abend seines 73. Tsatages den Gang übers Nirgendmeer angetreten.
Wie meist in den letzten Jahren lag der Fürst die ersten Herbstwochen mit einem Fieber darnieder, doch befand er sich jüngst auf dem Weg der Besserung. Aus der Thalessia vernehmen wir, Durchlaucht habe noch fröhlich mit der Familie gefeiert und sei zufrieden über einem Humpen Bier eingenickt - ein Schlaf, aus dem er nicht mehr erwachte. Nun wehen die Banner auf Halbmast in Angbar, und nirgend ist auch nur ein einziges buntes Kleid zu sehen. Erbprinz Anshold hat die Regierungsgeschäfte übernommen. Der Sarg des Fürsten soll demnächst im Borontempel zu Angbar aufgestellt werden, damit der Kosch Abschied nehmen kann.
Unendlich groß ist unser Verlust. Fürst Blasius war nicht nur der älteste und längstregierende, sondern zweifellos auch der beliebteste Provinzherr des Reiches. Ohne Übertreibung lässt sich sagen, dass er unser Land und seine Tugenden perfekt verkörperte. Blasius vom Eberstamm wurde am 15. Travia 968 in Angbar geboren, als zweites Kind des Fürsten Berndrich und dessen Gattin Thalessia. Mit 15 Jahren wurde er zum Erbprinzen, als seine Schwester Thalia zugunsten einer unstandesgemäßen Heirat auf den Fürstenthron verzichtete. 991 BF ehelichte er die Hartsteener Grafentochter Gunelida von Quintian-Quandt, drei Jahre später wurde der Stammhalter, Prinz Anshold, geboren. 995 BF fiel Fürst Berndrich in Maraskan, und Blasius bestieg 27-jährig den Koscher Thron. Seither steuerte er das Fürstentum mit Weisheit und Umsicht durch die Turbulenzen und Nöte unserer Zeiten. Selbst borbaradianische Heimtücke und niederhöllisches Feuer konnte seinen Mut nicht brechen.
Nun ist er eingekehrt in die zwölfgöttlichen Hallen Alverans, wo er verdienten Platz nimmt im Kreise seiner Ahnen. Uns Zurückgebliebenen obliegt es, sein Gedenken wachzuhalten.
Für die Redaktion

Born von Stedtler