Ein Eber kehrt zurück

Aus KoschWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Kosch-Kurier36-.gif

Kosch-Kurier 61 - Efferd 1042 BF

Vor wenigen Wochen rief seine Durchlaucht mich an den Fürstenhof, um mir einen wichtigen Auftrag anzuvertrauen. Es sollte nach Greifenfurt gehen, um den Vetter seiner Durchlaucht, Harrad von Eberstamm-Weidenhag, abzuholen und anden Fürstenhof zu geleiten. Harrad hatte die letzten Jahre im Osten gestritten, sich dann aber vor einiger Zeit in ein Praioskloster in Greifenfurt zur Ruhe und Einkehr zurückgezogen.
Obwohl der Winter bereitsbegonnen hatte, verlief die Reise recht ereignislos. Harrad war über unser Kommen bereits informiert gewesen und sichtlich erfreut darüber, endlich wieder den Koscher Zungenschlag zu hören. Mit kurzweiligen Geschichten aus dem Osten oder seiner Zeit als Reichs-Medicinalrat wusste er uns die Zeit der Rückreise zu vertreiben, bis wir in Auersbrück ankamen und dort von den Umtrieben einer Räuberbande hörten, die sogar denörtlichen Perainegeweihten Storko Semmelbrot entführt hatte.
Harrad ersann sogleicheinen phexgefälligen Plan: Er selbst würde sich, gemeinsam mit mir, von den Räubern gefangen nehmen lassen, während eine zweite Gruppe Adliger den von uns heimlich hinterlassenen Spuren folgen würde, um die Räuber zur Streckezu bringen. So wurde es beschlossen, und so ließen wir uns also absichtlich von den Schurken gefangen nehmen. Wir staunten nicht schlecht,als wir Ulfried, dem Bastardvon Bärenstieg, und Drugol Sohn des Drogosch, gegenüber standen. Waren die beiden doch gefürchtete Räuberhauptleute aus der Zeit der Finsterzwerge. Wir mussten freilich nicht lange im Versteck der Räuber darben, denn bereits wenige Nächte nach unserer Gefangennahme hatte die Gruppe der uns folgenden Adligen ihre Vorbereitungen abgeschlossen und attackierte die Schurken des Nachts. Die Räuber setzten sich verbissen zur Wehr, mussten aber schließlich aufgeben. Einige wenige, unter ihnen Ulfried, konnten entfliehen, während die Mehrzahl, darunter auch der Schurke Drugol, ihr Leben lassen mussten. Neben dem Geweihten Storko konnten wir etliche entführte Bauern befreien; diese brachten wir zurück nach Auersbrück, bevor wir weiter zum Erlenschloss zogen.
Dort zeigte sich seine Durchlaucht überaus erfreut über unsere Taten und stiftete den »Keilerorden«, dener an alle Teilnehmer dieses Abenteuers verlieh. Mehr nochals der Tod des Schurken Drugol aber freute Seine Durchlaucht die Rückkehr seines Vetters, mit dem er viel Zeit im Zwiegespräch verbrachte, hatten sich die beiden Eberstammer doch schon lange nicht mehr gesehen.

Viburn von Rohenforsten