Alagrimm 2: Wehe dir, Koscherland

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Ausgabe Nummer 38 - Praios 1028 BF

Vom Rachefeldzug eines Schurken, von höchster Not und tiefstem Leid

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unächst zu jenem Ungeheuer, das über den Kosch kam, wie die letzte aller Plagen. Wenig war bisher vom Alagrimm bekannt. Über Jahrtausende blieb er ein Geheimnis der Zwerge Koschims und der Erben Pyrdacors, der Drachen. Die spärlichen Quellen, welche wir über seine Hintergründe fanden, widersprechen sich teilweise und vertiefen das Mysterium noch, statt völlige Klarheit zu schaffen. Dennoch mögen sie das Bild des geneigten Lesers etwas erhellen und die Nachwelt, ebenso wie die gesamte Geschichte seiner Rückkehr, vor der Macht der Drachen und der Magie warnen.
Einstige Inschrift der nun geschmolzenen Stelen von Koschim (übersetzt aus dem Rogolan)
»Ein Funke glimmt, ganz klein und sacht,

gebannt dereinst in kühlem Grunde.
Doch wehe, wenn er einst entfacht,
emporsteigt, wächst, zu gier’gem Schlunde;
frisst weiter, wird zur Flammenmacht:

Dann schlägt sie, Pyrdaks Rachestunde.«
Garamine, Tochter der Garaxa, Schülerin Esbadoschs, des Angrosch-Hochgeweihten von Koschim

Vor dreitausend Jahren, lange bevor Menschen im Mittelreich lebten, versuchte der Goldene Drache Pyrdacor seine Erzfeinde, die Zwerge, endgültig zu bezwingen. Eine seiner wirkungsvollsten Waffen war der Alagrimm, ein Adler aus unheiligem Feuer, der sich von Flammen nährte und dadurch wuchs und erstarkte. Viele Angroschim fielen dem Drachenkrieger zum Opfer, ehe er schließlich, mit vereinter Kraft, doch bezwungen werden konnte. Aber zu töten vermochte man das Geschöpf nie. So bannte man es in eine kühle und feuchte Grotte, tief unter den Hallen von Koschim. Dort ruhte es als kleiner Funke, als gut gehütetes Geheimnis, das alleine die Zwerge und Drachen kannten. Es kann nur ein Drache gewesen sein, sicherlich Rhazzazor, der seiner Schergin, der Magierin Charissia von Salmingen, vom Alagrimm erzählte – was er war, wo man ihn finden könne und vor allem, wie man ihn wieder erweckt … und genau das tat sie.

Darian von Falkenstein, Hoher Lehrmeister zu Leuwensteyn, Zwergenforscher

Es mag wenig verwundern, dass die Buchstabenfolge L-G-R-M in der zwergischen Sprache, dem gemeinen Rogolan, üblicherweise für Zusammenhänge mit dem Feuer stehen. Man vergleiche etwa Anglagorum, die Feuertaufe, Algoram, den Feuertempel des Bergkönigs Arombolosch oder die Feuerfälle von Algormosch in den Ambossbergen. Die Endsilbe –grimm steht dagegen meist für etwas unheimliches, düsteres - durchaus vergleichbar mit dem menschlichen Wort. Eine interessante Parallele übrigens, die an dieser Stelle zu erläutern wohl den Rahmen spränge. Als Namenssilbe, vor allem bei Kriegerkindern der Ambosszwerge nicht unbeliebt, da sie auch für Unbezwingbarkeit steht. Nun, die Kombination ALAGRIMM, jedenfalls wäre demnach am treffendsten als "düsteres, unbesiegbares Feuer" zu übersetzen. Was die Ereignisse ja eindrucksvoll unterstrichen.

Baldara von Bregelsaum-Wettenberg, Wächterin Rohals, Maga der rechten Hand

Kaum wage ich es zuzugeben, doch diese selten gewordene Erscheinung uralter Magie zu sehen war abstoßend, doch faszinierend zugleich. Es war mir nahezu unmöglich eine heute bekannte Form und Struktur des überaus kraftvollen astralen Gewebes im Feuervogel zu erkennen. Dies kann nur als Bestätigung der Aussagen der Angroschim gedeutet werden – dass der Alagrimm tatsächlich ein noch immer auf Dere wandelndes Geschöpf der libera draconum magica (drachischen Freimagie) Pyrdacors ist. Beeindruckend doch vor allem erschreckend, in seiner Zerstörungswut und Unbezwingbarkeit.

Angbart Nomiadim, Wächter Rohals, Magus der rechten Hand

Unsinn, es ist völlig offensichtlich, dass ein Zusammenhang des Subjektes Charissia von Salmingen, sowohl mit Rhazzazor, als auch mit Galotta besteht. Ihre Magie ist borbaradianisch-verbotenem Ursprunges, das bezeugen gleich zwei unserer Collegen. Die einzige Schlussfolgerung kann demnach sein, dass es sich beim Alagrimm um eine Manifestation der septima sphaera handelt. Sehr wahrscheinlich aus dem verdorbenen Gefolge des Schänders der Elemente. Immerhin war dessen Splitter im Besitz des Rotköpfigen und das unheilige Feuer ist ja wohl ein eindeutiger Beweis dieser These.

Artikel aus dem Kosch-Kurier 38